Alexander Tischtschenko. Archivfoto
MINSK, 22. Januar (BelTA) – Der Experte für nationale Sicherheit Alexander Tischtschenko teilte in einem Gespräch mit einem BELTA-Korrespondenten seine Meinung über die mögliche Rolle des Friedensrats in der Zukunft mit.
„Wenn man sich die Liste der zum Friedensrat eingeladenen Länder ansieht, kann man sagen, dass Belarus auf der internationalen Agenda steht. Unser Staatschef ist kompetent, und seine Meinung hat in internationalen Fragen ein gewisses Gewicht. Dass sich der Friedensrat nicht nur auf den Nahen Osten beschränken wird, sondern möglicherweise eine breitere Zuständigkeit haben wird, beeindruckt die belarussische Seite. Unser Land ist auch damit einverstanden, dass die Mitgliedschaft anhand von Taten und nicht nur anhand von Beiträgen bestimmt werden kann. Daher ist dies für uns eine Gelegenheit, einige strittige oder problematische Punkte in unserer Region zu klären. Denn auch unsere Region ist instabil und erfordert erhebliche Anstrengungen zur Normalisierung der Lage. Wir hoffen, dass auch unsere westlichen Nachbarn zu der Erkenntnis gelangen, dass Frieden besser ist als jeder Krieg”, sagte Alexander Tischtschenko.
Gleichzeitig ist der Experte der Ansicht, dass der Friedensrat kein Ersatz für die UNO sein wird. „Der Friedensrat ist eine Struktur, die Ansätze, Standpunkte und Wege zur Lösung problematischer Fragen kompetent ausarbeiten kann. Höchstwahrscheinlich wird es sich um ein beratendes Gremium handeln. Diese Plattform wird aufgrund ihrer Merkmale genau darauf ausgerichtet sein, einen Konsens und für alle Seiten verständliche und vorteilhafte Optionen zu finden“, betonte er.
Wie bereits berichtet, unterzeichnete Staatschef Alexander Lukaschenko im Namen der Republik Belarus ein Dokument über den Beitritt von Belarus zum Friedensrat und die Umsetzung der Bestimmungen der Charta des Friedensrats. Dies geschah in voller Übereinstimmung mit dem vorgesehenen Verfahren, das in einem Schreiben von US-Präsident Donald Trump dargelegt wurde.
