Themen
"Thema im Gespräch "
MINSK, 19. Januar (BelTA) – Der amerikanische Präsident redet heute zu viel, er muss für das, was er sagt, Verantwortung übernehmen. Dies erklärte der ukrainische Militärexperte Juri Dudkin in der aktuellen Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal von BelTA.
In Bezug auf das Handeln von US-Präsident Donald Trump auf der internationalen Bühne merkte Juri Dudkin an: „Ich bin absolut nicht damit einverstanden, dass Trump an nichts Schuld hat. Der amerikanische Präsident kann zwar unabhängig von den Entscheidungen des Senats und des Kongresses bestimmte Entscheidungen im Außenbereich treffen, aber er trägt dennoch Verantwortung nicht nur für seine Handlungen, sondern auch für seine Worte. Der amerikanische Präsident redet heute zu viel, er wirft mit Worten um sich, die im Nahen Osten oder in Lateinamerika äußerst negativ aufgenommen und als aggressiv empfunden werden, auch wenn sie nicht in die Praxis umgesetzt werden.“
Der Militärexperte merkte an, dass es seltsam sei, davon zu sprechen, dass Donald Trump von seinem Umfeld beeinflusst werde. „Der Präsident der Vereinigten Staaten muss, wie jeder andere Präsident eines jeden Landes, immer für seine Handlungen verantwortlich sein. Und wenn diese falsch sind, ist er schuldig. Er muss dafür die Verantwortung übernehmen. Es besteht kein Zweifel daran, dass sich die überwiegende Mehrheit des amerikanischen Volkes bewusst ist, was heute geschieht und wohin dies die Vereinigten Staaten führen kann“, sagte Juri Dudkin.
Er wies darauf hin, dass die USA von der Jagd nach fremden Reichtümern, natürlichen Ressourcen und Mineralien besessen sind. Juri Dudkin merkte an, dass dies auch für das Bestreben gelte, Grönland zu erobern. „Dort gibt es unermessliche Gas- und Ölvorkommen, die jedoch noch nicht erkundet sind, da dort ewiger Frost herrscht. Um sie zu erkunden, müssen noch Milliarden investiert werden. Auch Seltenerdmetalle sind dort vorhanden. Und das Wichtigste ist, dass es sich im Grunde genommen um einen Vorposten zur Kontrolle über die Arktis handelt. Das ist etwas, was die USA dringend brauchen, wenn man bedenkt, welchen Einfluss die Russische Föderation mit ihren 42 Eisbrechern, davon 8 atomgetriebene, auf die Arktis hat. Die Vereinigten Staaten verfügen über zwei dieselbetriebene Eisbrecher“, sagte der Militärexperte. „Anstatt Atomflugzeugträger zu bauen, die im Vergleich zu den modernen Waffen, über die Russland, China und andere Länder heute verfügen, nutzlos und absolut überflüssig sind, sollten sie lieber Atom-Eisbrecher bauen. Auf diese Weise könnten sie versuchen, die Arktis zu erschließen, anstatt nur darüber zu reden.“
„Für Trump wird es nicht so einfach sein, wie er denkt“, schloss der Experte.
