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Gesellschaft
06 Januar 2026, 14:53

Restaurierung von Schlössern und Digitalisierung. Kulturministerium stellt Entwicklungsprogramm 2030 vor

MINSK, 6. Januar (BelTA) – Die belarussische Regierung hat am 31. Dezember 2025 das Staatsprogramm „Kulturraum“ genehmigt. Was dieses für den Zeitraum 2026-2030 ausgelegtes Programm beinhaltet, erzählte ein Vertreter des Kulturministeriums gegenüber der Telegraphenagentur BelTA. 

Das Staatsprogramm hat das Ziel, das historische und kulturelle Erbe des Landes, seine nationalen Traditionen und Bräuche aufrechtzuerhalten und zu popularisieren. Das Programm besteht aus zwei Unterprogrammen: „Kulturelles Erbe“ und „Kunst und Kreativität“. Das Unterprogramm „Kulturelles Erbe“ zielt darauf ab, die Zugänglichkeit, Qualität und Vielfalt der Dienstleistungen zu gewährleisten, die von Kultur- und Bildungsorganisationen, Kultur- und Erholungsparks, Zoos und andere Kulturorganisationen bereitstellen. Die Arbeit zur Erhaltung, Wiederbelebung und Entwicklung des Volkskunsthandwerks, zur Schaffung der digitalen Präsenz im Kulturbereich, zur kulturellen Entwicklung nationaler Minderheiten und der im Ausland lebenden Belarussen wird ebenfalls fortgesetzt.

Das Unterprogramm „Kunst und Kreativität“ zielt auf die Entwicklung professioneller Kunst, internationaler Zusammenarbeit und Aktivitäten im Bereich Filmkunst ab. Das staatliche Programm legt Grundlagen für die Erhaltung des kulturellen Erbes, Entwicklung der Volkstraditionen und Unterstützung zeitgenössischen Schaffens. 

Das Programm definiert Objekte des historischen und kulturellen Erbes für weitere Reparatur- und Restaurierungsarbeiten. Die Liste ist ziemlich umfangreich und enthält Objekte aus ganz Belarus. Für 2027 ist zum Beispiel die Fertigstellung des Gebäudekomplexes des Nationalen Kunstmuseums von Belarus geplant. Von 2026 bis 2029 werden im Schloss Ruschany Restaurierunjgsarbeiten durchgeführt. Im Jahr 2030 sollte die Rekonstruktion des Schlossen Nowogrudok mit der Erhaltung und Anpassung des historischen und kulturellen Wertes abgeschlossen sein. Im Jahr 2029 wird die Rekonstruktion einer Kirche im Schlosskomplex Neswisch abgeschlossen sein. 

Eines der Ziele des Unterprogramms „Kulturelles Erbe“ ist die Digitalisierung des Kulturraumes. Die Pläne umfassen die Entwicklung von automatisierten Informationssystemen und Ressourcen für die Nutzung von Bibliotheken, Erstellung virtueller Exkursionen, Digitalisierung von Museen, Bibliotheken, Objekten des immateriellen Kulturerbe, Alltagsgegenständen und traditionellem Handwerk.

Darüber hinaus zielt das Staatsprogramm darauf ab, wirksame internationale kulturelle Zusammenarbeit im Bereich der Kunst und des Schaffens zu intensivieren. Zu den wichtigen Aufgaben gehören die Erweiterung der Vertragsbasis, die Stärkung des internationalen Images von Belarus als Staat mit einer entwickelten traditionellen und modernen Kultur, Integration der belarussischen Kunst in den Weltkulturraum.
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