Projekte
Services
Staatsorgane
Flag Donnerstag, 29 September 2022
Minsk +10°C
Alle Nachrichten
Alle Nachrichten
Gesellschaft
03 August 2022, 16:45

Rotes Kreuz Belarus richtet neue Krisenzentren in Regionen ein

MOGILJOW, 3. August (BelTA) – Die Arbeit des Belarussischen Roten Kreuzes in den Regionen stand im Mittelpunkt des Treffens zwischen dem Vorsitzenden des Gebietsexekutivkomitees Mogiljow Anatoli Issatschenko und dem Generalsekretär des Belarussischen Roten Kreuzes Dmitri Schewzow.

Das Belarussische Rote Kreuz hat in der Region Mogiljow die meisten Basisorganisationen landesweit, stellte Schewzow fest. „Die Region Mogiljow ist sehr aktiv und arbeitet schon seit langem im Bereich der Wohltätigkeit. Daher sind solche Einführungsgespräche, die ich mit den Gouverneuren abhalte, äußerst notwendig, um über die Zusammenarbeit zu sprechen. Wir sind immer bereit, Menschen soziale und psychologische Beratung anzubieten, sie medizinisch zu unterstützen und humanitäre Hilfe zu erweisen. Wir arbeiten direkt mit gefährdeten Gruppen zusammen“, sagte er.

Erörtert wurde auch die Einrichtung eines Krisenzentrums im Gebiet Mogiljow. Den Plänen zufolge soll es bis Ende dieses Jahres eröffnet werden. „Wir haben Krisenstellen in Brest, Gomel und Grodno eröffnet. Erst gestern waren wir bis spät in die Nacht auf der Suche nach Räumlichkeiten für das Zentrum. Und die Auswahl ist groß. Wir möchten dem Exekutivkomitee der Stadt danken, der uns in dieser Angelegenheit aktiv unterstützt. Sie boten uns mehrere Räume zur Auswahl an“, sagte Dmitri Schewzow. „Dieses Zentrum ist nicht nur für Migranten gedacht. Sondern auch für Menschen, die sich in einer gefährlichen Lebenssituation befinden: Opfer der häuslichen Gewalt, des Menschenhandels, Betroffene nach Naturkatastrophen oder Notfällen. Zum Beispiel wenn das Haus niedergebrannt ist und der Mensch keine Bleibe hat. In einem solchen Krisenraum finden sie eine Unterkunft und alles, was sie brauchen: Kleidung, Hygieneartikel, Lebensmittel. Sie werden mit allem Notwendigen versorgt. Und natürlich planen wir, auf der Grundlage dieser Krisenzentren weitere Dienstleistungen zu entwickeln: Wäscherei für ältere Menschen, Mini-Frisiersalons usw. In solchen Salons arbeiten in der Regel Azubis, die einen Friseurberuf erwerben. Sie arbeiten ehrenamtlich und betreuen jene, die sich eine Frisur kaum leisten können.“

Außerdem wird geplant, auf der Grundlage eines solchen Zentrums eine Ausbildung in erster medizinischer Hilfe für alle zu organisieren.

Anatoli Issatschenko unterstützte diese Idee. Er empfahl jedoch, sich mit der Wahl eines passenden Raumes für das Zentrum nicht zu beeilen. „Wir sollten alles abwägen. Wir werden hier Menschen betreuen und keine Berichte schreiben. Zwei Zimmer, so scheint es mir, werden nicht ausreichen. Was ist, wenn Familien mit Kindern kommen? Sie würden sich unwohl fühlen. Am besten ist es natürlich, wenn Sie etwas finden, das einem Wohnheim ähnelt. Dann wird es wie ein Wohnviertel sein, aber jeder wird eine sichere Ecke haben“, sagte der Gouverneur. „Die Situationen im Leben sind unterschiedlich. Ein solches Zentrum ist unbedingt erforderlich. Deshalb sollten wir uns Zeit nehmen und fachkundig nach Räumlichkeiten suchen. Vielleicht sollte die Frist für das Projekt sogar auf das nächste Jahr verschoben werden. Wir wollen nichts überstürzen, es müssen mehr als nur zwei Zimmer sein. Wenn wir größere Räumlichkeiten finden, werden wir die maximale Wirkung eines solchen Zentrums erzielen. Wir werden von unserer Seite aus jede notwendige Unterstützung leisten.“

Abonnieren Sie uns auf
Twitter
Letzte Nachrichten aus Belarus