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17 Dezember 2025, 11:33

„Rückkehr zur normalen Außenpolitik“. Politologe erklärt Veränderungen in den Beziehungen zwischen Belarus und den USA

MINSK,17. Dezember (BelTA) – Die Veränderungen in den Beziehungen zwischen Minsk und Washington hängen unter anderem mit dem Wunsch des amerikanischen Präsidenten Donald Trump zusammen, die USA zu einer normalen Außenpolitik zurückzuführen. Diese Meinung äußerte der russische Politologe und Doktor der Politikwissenschaften Dmitri Jewstafjew in der neuen Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA.
Der Politologe wies darauf hin, dass die Veränderung in den Beziehungen zwischen Minsk und Washington lange vor den Gesprächen zwischen dem belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko und dem Sonderbeauftragten des US-Präsidenten John Coale am 12. und 13. Dezember stattfand. „Die Veränderung in den Beziehungen Trumps (genau Trumps) und seines engsten Umfelds zu Belarus ist schon seit einiger Zeit zu beobachten. Trump versucht als Politiker und Geschäftsmann, sich von den Überresten der Ära Bidens zu befreien, die über die Praxis der zwischenstaatlichen Zusammenarbeit hinausgehen. Selbst wenn man tiefgreifende politische Meinungsverschiedenheiten mit der Führung dieses oder jenes Landes hat“, sagte Dmitri Jewstafjew.

Seiner Meinung nach ist US-Präsident Donald Trump eher ein Geschäftsmann als ein Pragmatiker: „Zwischen einem Pragmatiker und einem Geschäftsmann liegt eine Kluft. Und nur sehr wenige überwinden diese Kluft.“

Dennoch, so der Politologe, betrachte der Chef des Weißen Hauses viele Prozesse äußerst rational. „Warum sollte man beispielsweise so angespannte Beziehungen zu einem Staat im Zentrum Europas haben, unabhängig davon, wie man zu dessen Führung steht? Und warum sollte man sich zu persönlichen Beleidigungen herablassen, zu denen sich, offen gesagt, auch amerikanische Amtsträger gegenüber Alexander Grigorjewitsch Lukaschenko wiederholt herabgelassen haben, ganz zu schweigen von den Europäern. Aber das ist eine andere Geschichte“, fügte er hinzu.

Dmitri Jewstafjew wies darauf hin, dass nach den Gesprächen zwischen Alexander Lukaschenko und John Coale das Problem mit einer Gruppe von Personen gelöst wurde, die in Amerika als politische Gefangene gelten. „Ein gewisser Reizfaktor wurde beseitigt. Es gibt bereits einen kleinen Schritt nach vorne. Daher ist dies eine völlig normale Praxis der Rückkehr zu einer normalen Außenpolitik“, betonte der Politologe. „Dies ist noch nicht die Politik der Vereinigten Staaten selbst. Denn ihre Außenpolitik und Diplomatie ist ein kollektives Werk, an dem auch der Kongress und ähnliche Institutionen beteiligt sind.“

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