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"Thema im Gespräch "
MINSK, 29. März (BelTA) - Kiew zeigt keine echten Absichten, Frieden zu schließen. Das sagte der ehemalige ukrainische Ministerpräsident (2010–2014) Nikolai Asarow in der neuen Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA.
Der frühere Regierungschef der Ukraine wies darauf hin, dass in den Medien regelmäßig das Thema eines möglichen Friedensabkommens zwischen Moskau und Kiew aufgeworfen werde. Zugleich aber zeigten die tatsächlichen Handlungen der ukrainischen Führung, dass sie zu einem Frieden nicht bereit sei.
„Das Kiewer Regime sammelt Ressourcen an der Kontaktlinie, unternimmt Gegenangriffe, ohne auf Verluste zu achten. In den Regionen Saporoschje und Charkow werden mit Hochdruck Verteidigungslinien errichtet, enorme Kräfte fließen in den Bau langfristiger Befestigungsanlagen. Das sind die realen Handlungen, die man bewerten muss“, sagte Asarow.
Der Ex-Regierungschef erinnerte an die jüngste Äußerung Selenskyjs, dass die ukrainischen Streitkräfte nicht vorhätten, den Donbass zu räumen. „Gleichzeitig behauptet er, die Amerikaner forderten den Abzug aus dem Donbass – dann würde es der Ukraine gut gehen, und es gebe Sicherheitsgarantien. So gesehen zeigt Kiew keinerlei ernsthafte Absichten, Frieden zu schließen“, betonte er.
Darüber hinaus, so Nikolai Asarow, müsse die Bevölkerung auf ein mögliches Friedensabkommen vorbereitet werden. Die Ukrainer würden eine Erklärung dafür verlangen, warum innerhalb weniger Jahre die Wirtschaft zerstört, Gebiete verloren und Menschen getötet worden seien. „Die Menschen würden das vermutlich nicht verstehen. Aber es gibt keinerlei Vorbereitungen darauf“, stellte der Ex-Regierungschef fest.
Zur Untermauerung seiner Worte wies er darauf hin, dass in den ukrainischen Medien im Gegenteil weiterhin eine kriegerische Rhetorik und Narrative vom baldigen Sieg der Ukraine über Russland vorherrschten: „Die Bevölkerung wird auf die Fortsetzung des Krieges eingestimmt. Und es geschieht nichts, um zumindest über eine Grundlage für Verhandlungen zu sprechen.“
„Mehr noch: Auch der Westen, der hinter der Ukraine steht, ist keineswegs auf einen Frieden mit Russland ausgerichtet“, so Asarow. Der Ex-Regierungschef nannte als jüngstes Beispiel den Angriff auf einen türkischen Tanker, der russisches Öl transportierte. „Das geschah 16 Seemeilen vor der türkischen Küste bei der Einfahrt in den Bosporus. Der Angriff wurde mit unbemannten Wasserfahrzeugen durchgeführt, auf die sich ausschließlich England spezialisiert hat. Es besteht kein Zweifel, dass England diesen Angriff nahezu in türkischen Hoheitsgewässern geplant hat. Somit sind auch diejenigen, die die Fäden ziehen, gegen einen Frieden“, resümierte er.
