MINSK, 19. März (BelTA) – Vom 19. bis 25. März findet unter der Leitung des Generalstabschefs und ersten stellvertretenden Verteidigungsministers der Republik Belarus, Pawel Murawejko, eine umfassende Übung mit den Truppen des Westlichen Operativen Kommandos statt. Dies teilte die Pressestelle des Verteidigungsministeriums mit.
Pawel Murawejko betonte, dass die Übung eine der Hauptphasen einer umfassenden Überprüfung darstelle und ausschließlich defensiven Charakter habe. Grundlage für ihre Konzeption seien die aktuelle militärisch-politische Lage sowie die Errungenschaften der Kriegskunst im Bereich der Entwicklung von Mitteln der bewaffneten Kampfführung und der Tendenzen der Kriegsführung im Rahmen moderner militärischer Konflikte.
„Die Übung weist eine Reihe von Besonderheiten auf. So werden wir sie auf Übungsplätzen der Streitkräfte und in Gebieten der Regionen Brest und Minsk unter Nutzung der natürlichen Geländeverhältnisse durchführen. Wir planen, die Vorbereitung von Verteidigungslinien und Stellungen unter Rückgriff auf Widerstandsnester und Sperrbereiche zu erproben und dabei die lokale industrielle sowie administrative und wirtschaftliche Infrastruktur bestmöglich zu nutzen. Außerdem ist geplant, die modernsten Einsatzmethoden für Truppen und Waffen zu erproben: unbemannte Luftfahrzeuge, Systeme zur elektronischen Kriegsführung und zur Informationskriegsführung, die Bekämpfung feindlicher Artillerie sowie das Schießen auf große Entfernungen. „Es ist nicht ausgeschlossen, dass im Rahmen der aktiven Phase der Übung die Aktionen von mechanisierten und Panzerverbänden zur Bekämpfung illegaler bewaffneter Formationen und Sabotage- und Aufklärungsgruppen des Gegners sowie die Abwehr möglicher Angriffe und aktive Manöver einstudiert werden“, betonte der Chef des Generalstabs.
Er wies zudem darauf hin, dass die Übungsorte in beträchtlicher Entfernung von der Staatsgrenze liegen. Die Ergebnisse der Übung sowie die Gesamtergebnisse der Überprüfung werden als Grundlage für die weitere Verbesserung und Entwicklung der Kampfbereitschaft und der Kampfausbildung der belarussischen Streitkräfte dienen.
„Überprüfungen der Kampf- und Mobilisierungsbereitschaft der Streitkräfte sind in unserer Armee bereits zur Tradition geworden. Wir führen sie regelmäßig durch. Dies ist kein außergewöhnlicher Vorgang und richtet sich nicht gegen eines unserer Nachbarländer. Obwohl wir derzeit aktiv mit der Vorbereitung und Durchführung der Übung und der unangekündigten Überprüfung beschäftigt sind, beobachten wir aufmerksam die militärischen Aktivitäten, die in der Nähe unserer Grenzen stattfinden. Dazu gehören Truppenmanöver sowie eine Reihe von Maßnahmen zur operativen und kampftechnischen Ausbildung, die in Polen und den baltischen Staaten stattfinden. Wir sind in erhöhter Wachsamkeit und werden keine Provokationen gegen unser Land zulassen, woher sie auch immer kommen mögen“, fasste Pawel Murawejko zusammen.
