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05 August 2026, 23:06

Umweltschützer über Niederschlagsmangel und sinkende Wasserstände

BREST, 5. August (BelTA) – In der Region Brest ist, wie im ganzen Land, ein Rückgang der Wasserstände in den Gewässern zu verzeichnen. Dies sei auf natürliche Faktoren zurückzuführen, teilte das Regionalkomitee für natürliche Ressourcen und Umweltschutz in Brest mit.

Experten weisen darauf hin, dass niedrige Wasserstände ein weit verbreiteter Trend für die meisten Gewässer in der Region sind. „Das Sinken der Pegel ist die Folge eines Niederschlagsdefizits, das nun schon das dritte Jahr in Folge beobachtet wird. In einigen Gebieten führen nicht nur Flüsse und Seen, sondern auch Brunnen weniger Wasser. Das Defizit wird voraussichtlich bis Ende 2026 anhalten“, erklärte das Komitee.

Auch heftige Sommerregen können eine Gefahr darstellen. „Bei hohen Lufttemperaturen kann überhitztes und stark organisch belastetes Wasser, das plötzlich aus den Auen in die Gewässer schwemmt, ein Fischsterben verursachen“, so das Komitee. Die sinkenden Wasserstände sind besonders an den Flüssen Pripjat und Jasselda deutlich spürbar, die als Hauptwasserquellen für die Befüllung von Teichen in Fischzuchtbetrieben dienen. „Auf den Wasserstraßen des Dnepr-Bug-Systems wird der Wasserstand zwar künstlich durch Schleusen reguliert, um die Schifffahrt aufrechterzuhalten. Trotz dieser Regulierung bleibt die Strömung jedoch schwach, was zu massiver Algenblüte führt“, erklärte das Komitee.

Experten betonen, dass Versuche, die Gewässer zu vertiefen oder den Schlamm vom Grund zu entfernen, das Problem unter den gegenwärtigen Bedingungen nicht lösen werden. „Wird die wasserführende Schicht am Grund eines Gewässers bei ohnehin niedrigem Grundwasserspiegel beschädigt, kann das verbleibende Wasser schnell versickern. Ein solcher Eingriff würde die Situation nur verschlimmern“, erklärte das Komitee.

Aus der Bevölkerung gibt es bereits zahlreiche Beschwerden: Die Menschen beobachten, wie das Wasser von den Ufern zurückweicht, Algen blühen und die Pegel in einigen Teichen und Brunnen einen kritisch niedrigen Stand erreicht haben. „Es handelt sich hierbei jedoch nicht um eine Umweltkatastrophe, sondern um einen natürlichen Prozess, der letztlich nur durch das Wetter beeinflusst werden kann. Eine ähnliche Situation ist derzeit in vielen europäischen Ländern zu beobachten. Aufgrund der unzureichenden Niederschläge lässt sich das Sinken der Wasserstände kaum verhindern. Experten überwachen die Gewässer kontinuierlich und ergreifen bei Bedarf Maßnahmen, um ein Fischsterben zu verhindern“, so das Fazit des Komitees.
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