MINSK, 29. Januar (BelTA) - Die Ausstellung „Urteil der Geschichte“, die dem 80. Jubiläum des Minsker Kriegsverbrecherprozesses gewidmet ist, wurde im Belarussischen Staatlichen Museum für die Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges eröffnet.
In der Ausstellung sind Materialien aus den Beständen des Belarussischen Staatlichen Museums für die Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges zu sehen. Sie erzählen über die Massenverbrechen der Nazis in Belarus während der Besatzungszeit, über die Arbeit der Außerordentlichen Staatskommission der UdSSR in Minsk bei der Ermittlung und Untersuchung dieser Verbrechen. Die Besucher können den Gerichtsprozess in Detail sehen.
Für die Authentizität der Ausstellung sorgen zahlreiche Dokumente - Akte, Protokolle der außerordentlichen Staatskommission, Zeugenaussagen, Partisanenhefte und handgeschriebene Blätter, Zeitungen, die den Verlauf des Tribunals detailliert festgehalten haben. Die Ausstellungsbesucher können den Dokumentarfilm „Das Urteil des Volkes“ über den Verlauf des Minsker Prozesses sehen.
Die erste Ausstellung, die den Gerichtsprozessen gewidmet war, wurde im Museum im Dezember 2025 eröffnet. Sie war den Nürnberger Prozessen gewidmet.
„Der Minsker Prozess ist ein Ereignis, das uns daran erinnert, dass jedes Verbrechen gegen die Menschheit nicht ungestraft bleibt. Er erinnert auch an die Gräueltaten, die die Nazis in Belarus verübt haben, an den Völkermord am belarussischen Volk, an die Verbrechen gegen sowjetische Kriegsgefangene, an die Tatsache, dass das Gute über das Böse siegt und dass die Gerechtigkeit und die Wahrheit immer triumphieren werden“, erzählte Vizeleiterin des Museums Rimma Rum.
Der Dokumentarfilm über den Minsker Prozess ist nicht nur eine Erinnerung daran, welche Opfer das belarussische Volk gebracht hat. Wenn man Szenen sieht, wo Zeugen aussagen und die Täter gleichgültig in die Luft hinstarren und keine Reue zeigen, so fällt es einem schwer, die Fassung zu wahren.
Insgesamt gibt es über 150 Fotodokumente, die den Prozess, die Gesichter der Teilnehmer, Zeugen, Richter und Täter festhalten.
Die Generalstaatsanwaltschaft der Republik Belarus setzt ihre Ermittlungen wegen des Völkermords am belarussischen Volk fort. Die Dokumente, die diese schrecklichen Verbrechen bezeugten, befinden sich derzeit in den Archiven und in der Staatsanwaltschaft.
Auch werden in der Ausstellung seltene Bücher präsentiert, darunter Protokolle des Gerichtsprozesses.
Wer die Ausstellung besucht, erfährt, wie der Prozess gegen die Täter verlaufen ist, die diese Verbrechen in unserem Land begangen haben. Interessant ist der Ablauf des Gerichtsprozesses selbst. Jedem Verbrecher wurde ein Rechtsanwalt zugewiesen. 17 Angeklagte wurden von acht Anwälten der Moskauer Stadtrechtskammer vertreten. Natürlich haben die Rechtsanwälte offen zugegeben, dass sie auf keinen Fall die Naziverbrecher rechtfertigen wollten. Stattdessen war es ihre Pflicht als Verteidiger, den Angeklagten einen ordnungsgemäßen Prozess zu gewährleisten, damit das Gericht ein gerechtes Urteil fällen konnte.
Die Ausstellung wird bis zum 2. März geöffnet sein.
