Themen
"Thema im Gespräch "
MINSK, 29. Januar (BelTA) – In der neuen Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA erzählte Militärexperte Wiktor Baranez darüber, was man unter Entmilitarisierung und Entnazifizierung der Ukraine versteht.
Der Experte erinnerte daran, dass der russische Präsident Wladimir Putin zwei Aufgaben in den Mittelpunkt der militärischen Sonderoperation stellte: Entmilitarisierung und Entnazifizierung.
„Ja, es finden Friedensgespräche statt, es wird verhandelt, Fristen und Richtungen werden korrigiert. Aber wie kann das alles letztendlich die beiden Kernaufgaben beeinflussen? Meiner Meinung nach wird die Entnazifizierung 100 oder sogar 200 Jahre dauern. Denn ein Jahr reicht nicht, um die gehirngewaschenen Bandera-Anhänger „umzumünzen.“ Dafür braucht man eine mächtige Propagandamaschine, die drei bis vier Generationen lang funktionieren soll“, betonte er.
Über die Entmilitarisierung sagte Wiktor Baranez Folgendes: „Bei den Verhandlungen mit den Amerikanern und Ukrainern müssen wir unsere Interessen durchsetzen und nicht nachgeben. Was heißt Entmilitarisierung? Heißt das nur, die ukrainische Armee auf 120.000 Soldaten zu reduzieren? Eine solche Forderung hat es gegeben. In der Polizei sollen 50 bis 60 Tausend Menschen arbeiten. Würden die Ukrainer dieser Forderung zustimmen, ist nicht klar. Was ist dann der Sinn der Entmilitarisierung?“
Die Sonderoperation schreitet voran. „Wir bewegen uns im Mitteltempo. Jede Woche besetzen wir drei bis neun ukrainische Siedlungen. So geht es vorwärts. Im Jahr 2025 hat die russische Armee in der Ukraine rund 330 Städte und Dörfer unter Kontrolle gestellt. Ist das etwa kein Ergebnis? Geschweige denn jene Flächen, die Russland heute kontrolliert“, sagte er.
Derzeit gibt es allerdings keinen deutlichen Fortschritt bei den Gesprächen mit Kiew, so Baranez.
