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Gesellschaft
15 September 2020, 17:00

Walujew: Straßenproteste bieten Belarus ukrainisches Szenario an

MOSKAU, 15. September (BelTA) – Die Straßenproteste in Belarus stellen eine Bedrohung dar, weil sie dem Land ein Szenario anbieten, das sich in der Ukraine abspielte. Diese Meinung äußerte der russische Ex-Profiboxer, Staatsduma-Abgeordneter Nikolai Walujew der Telegraphenagentur BelTA.

„Was sich heute in der Ukraine abspielt, kann bald auch in Belarus der Fall sein. Wir wissen doch alle, dass der sogenannte Koordinierungsrat einen Plan für Belarus zusammengestellt und sofort nach der Veröffentlichung fieberhaft aus dem Netz gelöscht hat. Das Dokument enthielt konkrete Punkte, die wir heute in der Ukraine erleben müssen: Schluss mit der russischen Sprache, komplizierte Beziehungen zu Russland und sogar die Löschung der historischen Erinnerung. Manche glauben, dass Belarus davon nicht betroffen sein wird. Aber die Realität ist viel ernsthafter als man denkt: ehe man sich‘s versieht, werden fremde Leute einem diktieren, welche Sprache er auf der Arbeit und zu Hause sprechen darf.“, so Walujew.

Der russische Parlamentarier ist sich sicher, dass die Proteste in Belarus aus Europa und dem Übersee koordiniert und gesteuert werden. „Diese Staaten machen sogar keine Hehl daraus. Sie mischen sich offen und direkt in die inneren Angelegenheiten von Belarus. Im Prinzip müsste Belarus für derart Handeln die Auslandsbotschafter aus dem Land ausweisen“, sagte er.

Russland verfolgt sehr aufmerksam die Ereignisse im Nachbarstaat und macht sich große Sorgen um die Belarussen. „Belarus ist kein Endziel. Der Globale plan umfasst in erster Linie Russland. Und Wladimir Putin versteht das sehr gut“, betonte Nikolai Walujew.

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