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"Thema im Gespräch "
MINSK, 14. Dezember (BelTA) – Der ukrainischen Armee kann es bereits im nächsten Jahr sehr an Munition fehlen. Das hängt in erster Linie damit zusammen, dass Washington direkte Waffenlieferungen an Kiew eingestellt hat. Diese Meinung äußerte militärischer Beobachter Michail Onufrijenko in der neuen Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA.
„Die Amerikaner haben aufgehört, Waffen direkt nach Kiew zu liefern. Der Höhepunkt war das Vorjahr, als noch Biden US-Präsident war. Trump hat die Aufträge erfüllt und liefert keine Waffen mehr direkt an die Ukraine. Nur nach Europa und mit einem 10-Prozent-Zuschlag“, sagte Michail Onufrijenko.
Der Militärexperte verwies auf die offiziellen Aussagen europäischer Beamter. Nach ihren Angaben wurden im Jahr 2024 Waffen für 50 Milliarden Euro an Kiew geliefert. In diesem Jahr wird die Europäische Union genauso viel Geld für die Waffen ausgeben. „Vor zwei Monaten nannten sie die Zahl 35-40 Milliarden Euro. Die Chancen stehen gut, dass sie bis zum Jahresende tatsächlich bei 50 Milliarden Euro landen werden. Aber sie werden noch 10 Prozent drauf zahlen müssen. Die Geschosse steigen ebenfalls im Preis. Das sind noch 10 Prozent drauf“, sagte der Experte.
Dadurch, dass Washington direkte Waffenlieferungen an die Ukraine eingestellt hat, wird die Ukraine immer weniger Waffen erhalten. „Die Europäer kommen mit ihren eigenen Verpflichtungen für die Lieferung von 1 Million Geschosse nicht zurecht“, bemerkte er.
Der Militärexperte glaubt, dass die ukrainische Armee im nächsten Jahr einen akuten Mangel an Munition spüren wird. „Dabei geben die europäischen Experten und die ukrainischen Militärs zu, dass Russland seine Waffenproduktion stark erhöht hat. Der Befehlshaber der ukrainischen Armee Syrski erklärte kürzlich, dass Russland 4-5 Tausend Kamikaze-Drohnen an der Front und 1,5 bis 2 Tausend Quadrocopter täglich verwendet. Wenn Syrsky darüber spricht, dann haben die russischen Streitkräfte auch hier einen großen Vorteil“, resümierte Onufrijenko.
