MINSK, 18. März (BelTA) - In der Minsker Mittelschule Nr. 199 fand heute eine symbolische Eröffnung der landesweiten Aktion der AURA Star-Schule "An sich glauben" statt.
Diese Aktion hat es zum Ziel, Kindern und älteren Menschen Wärme und gute Laune zu schenken. Organisatoren sind Leiter der AURA Star-Schule und verdiente Künstler der Republik Belarus Julia Bykowa und Jewgeni Olejnik. Sie erzählten, dass sie auf diese Idee vor Jahren gekommen sind, jedoch hat sie erst vor kurzem Konturen bekommen, als die AURA Star-Schule ins Leben gerufen wurde. „Damals waren die Wohltätigkeitskonzerte regelmäßig. Wir hatten mindestens zwei Konzerte pro Jahr – ein Sommerkonzert auf dem Gelände der Nationalbibliothek und ein Neujahrskonzert in der Prime Hall. Diese Konzerte waren für Kinder in schwierigen Lebenssituationen bestimmt: Manche hatten gesundheitliche Probleme, manche waren sozial angeschlagen. Wenn wir sahen, wie unsere jungen Musikstars mit Kindern während der Konzerte kommunizierten, wussten wir, dass wir nicht umsonst leben und dass dies wirklich eine große Sache ist“, erzählte Julia Bykowa.
„Der Song „An sich glauben“ ist zum Leitmotiv und zum Hauptlied der Aktion geworden“, erzählte Jewgeni. „Das war so: Beim Casting im letzten kam Junge, der hinkte. Man sah, dass er ein medizinisches Problem hatte, aber ansonsten war er ein normaler Junge, der gut sang. Wir schrieben ihn ein, und im Gespräch mit der Mutter stellte es sich heraus, dass Jaroslaw Beresin infantile Zerebralparese hatte. Die Prognose in der Kindheit war ungünstig, aber dank der Musik begann er sich zu bewegen und tanzte sogar beim Singen auf der Bühne. Julia brach natürlich in Tränen aus und schrieb innerhalb von 30 Minuten das Lied „An sich glauben.“ Und dann kamen wir auf die Idee, diese Aktion durchzuführen. Ihr Grundgedanke ist: Die Musik hilft uns, an sich zu glauben“, erzählte Jewgeni Olejnik.
In diesem Jahr haben die Künstler der Star-Schule bereits mehrere Konzerte gegeben. In der Minsker Mittelschule Nr. 199 fand heute die symbolische Eröffnung statt. Zuschauer waren Kinder aus verschiedenen Familien des Stadtbezirks Frunsenski.
Ljubow Kleschtschukewitsch brachte 4 Kinder zum Konzert. Sie findet eine solche musikalische Unterstützung nicht weniger wichtig sei als jede andere: „Es ist wichtig, dass wir singen und spielen können. Kinder müssen rausgehen und ausgelassen spielen, toben, denn sie müssen das Leben in allen Farben genießen.“
Die Kinder in ihrer Familie sind kreativ: die älteren Kira und Sascha tanzen, Julia malt und Arthur programmiert. „Kreativität ist immer Entwicklung. Man muss den Kindern die Möglichkeit geben, sich in jede Richtung zu entwickeln, besonders wenn sie kreativ sind“, ist Ljubow überzeugt.
Die Kinder haben sich gefreut , dass sie am Konzert teilnehmen durften. Die 16-jährige Kira erzählte, dass sie verschiedene Musik mag: „Ich höre sowohl langsame als auch traurige Lieder, fröhliche und manchmal sogar gruselige.“ Sie bemerkte, dass die Erfolge anderer Kinder auf der Bühne sie inspirieren, in ihrem Hobby Höchstleistungen zu erreichen. Unterstützt wurde sie von der 11-jährigen Alexandra, die zum Konzert kam, um sich von Herzen zu amüsieren.
Für die jungen Künstler war dieses Konzert ebenfalls ein Fest. Die 9-jährige Sängerin Sofia Nowoselowa teilte mit: „Ich mache Musik seit ich 4 bin und am liebsten singe ich Jazzlieder und flotte Songs. Es ist sehr angenehm, Stimmung zu schenken, weil Musik den Zuschauer dazu bringen kann, an sich zu glauben und das zu tun, was ihm nicht gelingt.“
Jewgeni Olejnik sagte, die Aktion wurde von der Präsidialverwaltung und dem Rat der Republik unterstützt. Die Vorsitzende des Stiftungsrates der AURA Star-Schule, Inna Schuk, fügte hinzu, dass die Aktion finanziell von sozial verantwortlichen belarussischen Unternehmen unterstützt wird. Den Kindern wird nicht nur gute Laune geschenkt, sie erhalten Erinnerungsgeschenke.
Insgesamt sind im Rahmen der Aktion etwa 50 Wohltätigkeitskonzerte für Kinder und ältere Menschen im ganzen Land geplant. Laut der Direktorin der AURA Star-Schule, Angelina Puschkar, sind die nächsten Veranstaltungsorte der Aktion Dujanowo, Stolin und Logoisk. „Wir besuchen Heime und Rehabilitationszentren, aber auch Kulturhäuser. Dort geben wir richtig große Konzerte“, sagte sie.
Angelina Puschkar teilte mit, dass man an jede Veranstaltung mit besonderer Aufmerksamkeit herangeht und das Repertoire entsprechend auswählt: „Wenn das Konzert für Kinder ist, versuchen wir immer, populäre jugendliche Kompositionen auszuwählen. Wir fügen auf jeden Fall interaktive Elemente hinzu, damit unsere Künstler mit den Kindern interagieren und ihnen emotionale Unterstützung bieten können. Wir möchten, dass die Zuschauer in bester Stimmung nach Hause gehen. Wenn das Konzert für Rentner ist, suchen wir eher etwas aus dem 'sowjetischen' Repertoire aus, also vertraute und bekannte Lieder.“
Abschließend betonte Julia Bykowa, dass der Mensch Wärme und Emotionen braucht. Wenn Kinder diese Wärme schenken und sie zurückbekommen, ist das ein Austausch, der viel wert ist. Deshalb wird die Aktion „An sich glauben“ in ganz Belarus stattfinden.
