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Themen
"Thema im Gespräch "
MINSK, 11. April (BelTA) – Im Projekt „Thema im Gespräch“ der Nachrichtenagentur BELTA erklärte der Doktor der Geschichtswissenschaften und Arabist der Belarussischen Staatlichen Universität (BGU), Wladimir Koschelew, warum die USA die Islamische Revolution von 1979 im Iran zunächst unterstützten.
„Ende der 1970er Jahre begannen im Iran Unruhen, die zur Islamischen Revolution führten. Ajatollah Chomeini kehrte aus dem Exil ins Land zurück. Und die Vereinigten Staaten waren dagegen im Prinzip nicht. Mehr noch, es gibt Hinweise darauf, dass die USA das Schah-Regime (gestürzt infolge der islamischen Revolution – Anm. BELTA ) selbst fallengelassen haben“, so Wladimir Koschelew.
Wie der Arabist erläuterte, war der Iran vor der Islamischen Revolution eine ziemlich starke Macht im Nahen Osten. Die Entwicklung des iranischen Staates wurde durch eine mit sogenannten Petrodollars finanzierte Modernisierung ermöglicht. Irgendwann erreichte der Entwicklungsstand des Iran ein so hohes Niveau, dass dies bei Israel und den USA Besorgnis auslöste.
„Die Streitkräfte wurden gestärkt, die Industrie entwickelte sich, die Metallurgie entstand. Amerikanische Analysten gingen davon aus, dass die Machtübernahme des Klerus infolge der Islamischen Revolution die Entwicklungsgeschwindigkeit des Iran drastisch senken oder ihn sogar ins tiefe Mittelalter zurückwerfen würde. Das waren ungefähr die Kalkulationen der USA. Und das erklärt, warum der Westen den Machtwechsel im Iran insgesamt unterstützte“, betonte Wladimir Koschelew.
Dennoch erwiesen sich die Berechnungen der amerikanischen Analysten als falsch. Washington konnte mit der neuen Führung in Teheran keinen gemeinsamen Nenner finden, und im Grunde begann von diesem Moment an der Konflikt zwischen dem Iran auf der einen Seite und den USA und Israel auf der anderen.
