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"Thema im Gespräch "
MINSK, 31. Januar (BelTA) – Trumps Problem besteht darin, dass der Iran geostrategische Vorteile hat. Diese Meinung äußerte russische Politikwissenschaftlerin und Orientalistin Karine Geworgjan in der neuen Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA. Sie kommentierte die Aussage des amerikanischen Staatschefs über eine "massive Armada", die auf dem Weg nach Iran ist.
„In den westasiatischen Medien ist zu lesen, dass es eine sehr große Konzentration des US-Militärs und der Waffen rund um Iran gibt“, sagte Karine Geworgjan. „Es ist Jordanien, eine sehr interessante Präsenz, weil ein amerikanischer Militärtransporter sogar in Baku gelandet ist, was etwas unerwartet ist. Die Amerikaner haben alle ihre Stützpunkte im Irak verlassen, mit Ausnahme von Erbil, also dem irakischen Kurdistan (also auch dort ist etwas vorhanden).“
Die Politologin wies darauf hin, dass Donald Trump die Hoffnung geäußert habe, dass sich Teheran an den Verhandlungstisch setze und einen "fairen und gleichberechtigten" Deal schließe, der einen vollständigen Verzicht auf Atomwaffen bedeute. Der Iran werde sich darauf nicht einlassen. „Das sind Iraner mit ihrer Kultur. Was ein iranischer Basar ist, verstehen nur wenige Menschen wirklich. Es ist nicht nur ein Ort des Handels und aller Ethik, die mit dem Abschluss von Geschäften verbunden ist. Es ist auch ein intellektueller Verein, so war es immer. Er hat eine lange Geschichte“, stellte die Orientalist fest.
„Trumps Problem liegt in den Vorteilen des Iran, in seiner geostrategischen Position“, sagte Geworgjan. „Trump hat uns in die klassische Geopolitik zurückgebracht. Und der Iran ist das Herz Asiens, er schaut nach Osten und Westen, ich meine Mittelasien, über den Kaukasus zum Schwarzen Meer.“
Karine Geworgjan wies darauf hin, dass zwischen dem Iran und Russland eine direkte Luftverbindung über das Kaspische Meer hergestellt wurde. „Und niemand hat verheimlicht, dass militärische Transportflugzeuge wie russische, aber in größerem Maße chinesische im Iran gelandet sind. Es wird angenommen, dass das iranische Luftabwehrsystem so weit wie möglich gestärkt wurde und die EloKa-Systeme in der Lage sind, wichtige Signale auszulöschen. Die Volksrepublik China und Russland versorgen gemeinsam Iran mit Satellitendaten. Ich denke, es sollte hier keinen besonderen Zweifel geben“, sagte sie.
Karine Geworgjan machte darauf aufmerksam, dass die Türkei ihre Position bei der Unterstützung des Iran geändert hat. „Plötzlich ist die Türkei, die gegen den Angriff auf Iran war, zurückgewichen. Die Türkei verhaftet auf einmal iranische Spione, was darauf hindeutet, dass die türkischen Behörden Angst vor den USA haben oder zumindest eine spezifische Entscheidung für sich selbst getroffen haben“, sagte sie.
„Saudi-Arabien ist kategorisch dagegen, die Arabischen Emirate etwas weniger. Die VAE haben amerikanische und britische Militärbasen auf ihrem Gebiet. Die Emirate versprechen dem Iran, dass von ihrem Territorium keine Flugzeuge in Richtung Iran starten werden, aber die Iraner glauben das wenig. Sie werden in jedem Fall zurückschlagen müssen, wenn der Angriff erfolgt. Die meisten Militärbasen befinden sich merkwürdigerweise in Katar“, sagte die Politikwissenschaftlerin.
