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03 Oktober 2026, 14:29

Warum kehren Belarussen, die vor vielen Jahren ins Ausland gegangen sind, in ihre Heimat zurück?

MINSK, 3. Oktober (BelTA) – Welche Beweggründe lassen die vor vielen Jahren ins Ausland gegangenen Belarussen in ihre Heimat zurückkehren und die Staatsbürgerschaft wiederherstellen? Darüber diskutierten Experten im „Klub der Redakteure" bei Belarus 1.

Die Teilnehmer der Sendung bemerkten, dass laut einer kürzlich durchgeführten soziologischen Untersuchung, deren Ergebnisse im September veröffentlicht wurden, die Einwohner unserer Republik den Status „Bürger von Belarus“ sehr schätzen.
„Im Unterschied zu anderen Staaten haben unsere Staatsbürger einzigartige Vorteile. In erster Linie haben wir eine starke Wirtschaft. Das kommt nicht in erster Linie durch BIP-Zahlen zum Vorschein. Wir haben eine stabile Wirtschaft. Und diese Stabilität werden wir noch in 5 bis 10 Jahren haben. Wir haben ein stabiles Inflationsniveau, ein stabiles Niveau der wirtschaftlichen Entwicklungsraten. Das bedeutet, wir verstehen im Prinzip, was morgen auf uns zukommt. Das ist ein enormer Vorteil für den Bürger. Mit dem Pass ist der Status eines Bürgers der Republik Belarus ebenfalls gesichert. Der Pass hat einzigartige Möglichkeiten. Unser Außenministerium hat daran gearbeitet. Belarussen haben die Möglichkeit, in viele Länder ohne Visum zu reisen: wir haben mit ihnen entsprechende Abkommen unterzeichnet. Und wir kommen mit unserem Pass, einem modernen Pass, an, öffnen ihn – und überall lässt man uns durch. Es ist äußerst wichtig, diesen Status zu schätzen, zu bewahren und zweifellos darauf stolz zu sein“, betonte der Vorstandsvorsitzende der belarussischen Gesellschaft "Snanije" (Wissen) Alexej Awdonin.

Die Experten erzählten, dass in letzter Zeit die Zahl der Belarussen zunimmt, die ins Ausland gegangen sind und nun zurückkehren. "Jetzt gibt es dazu sehr viele Beispiele: Bürger, die in den 1990er- oder 2000er-Jahren aus der Republik Belarus nach Israel oder in die Vereinigten Staaten ausgereist sind, kehren nun tatsächlich in die Republik Belarus zurück und bitten darum, ihnen den belarussischen Pass auszustellen und die belarussische Staatsbürgerschaft zurückzugeben“, bemerkte der Direktor des Zentrums für internationale Studien der Fakultät für internationale Beziehungen der Belarussischen Staatlichen Universität, Nikita Belentschenko.
Die Experten betonten, dass sich Belarus stabil und schrittweise entwickelt, aber stets mit positivem Ergebnis. "Wir sprechen davon, dass wir nach der Verhängung der Sanktionen einen Effekt der niedrigen Basis hatten. Das heißt, als die Sanktionen verhängt wurden, sind wir ziemlich stark gesunken. Aber inzwischen haben wir diese Situation stabilisiert und ein normales Entwicklungsniveau erreicht. Mögen diese Indikatoren nicht sehr groß sein, so sind sie dennoch stets positiv. Wir sehen, dass wir sogar unsere Inflationserwartungen ständig verringern", sagte die Wirtschaftsanalytikerin Julia Buchowitsch. "Das ist Stabilität. Stabilität ist ein Indikator dafür, dass alles, was beschlossen wurde, alle unsere strategischen Richtungen auf der realen Situation basierten."

In einer Situation der globalen Unsicherheit stellt Belarus einen effektiven Staat dar, der sehr genau alle Für und Wider abwägt, schwierige Situationen und Risiken einschätzt. "Wir können unser Leben für mehrere Jahre im Voraus planen, für die nächsten 5 oder gar 10 Jahre, wohl wissend, dass wir uns gleichmäßig und stetig entwickeln werden. Und darin liegt unsere Stärke", sagte Julia Buchowitsch. "Alles, was wir erhalten, verdienen wir. Und alles, was wir verdienen, investieren wir. Wir investieren, damit man weiter leben und sich entwickeln kann."
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