GRODNO, 6. Februar (BelTA) - Irina Abelskaja, die Leiterin der Gruppe und Chefärztin des Nationalen Klinischen Medizinzentrums der Präsidialverwaltung, erläuterte die Tätigkeiten der Gesundheitsmonitoringgruppe, die die Gegebenheiten in der Region Grodno untersucht hat.
Die auf Anweisung des belarussischen Präsidenten eingerichtete Gesundheitsüberwachungsgruppe setzt ihre Arbeit fort. Seit September 2025 analysieren ihre hochqualifizierten und erfahrenen Mediziner die Gesundheitssysteme in den Regionen Mogiljow, Minsk und Gomel. Derzeit konzentriert sich die Überwachungsgruppe auf die Region Grodno.
Laut Irina Abelskaja, Leiterin der Gruppe und Chefärztin des Nationalen Klinischen Medizinzentrums der Präsidialverwaltung, bestand das Hauptziel darin, die Arbeit der überregionalen Zentren zu bewerten. In der Region Grodno gibt es drei solcher Zentren: in Ostrowez, Lida und Wolkowysk.
„Unser Hauptaugenmerk lag auf der Organisation der medizinischen Versorgung von Patienten mit akutem Koronarsyndrom und akutem Schlaganfall. Moderne Medizintechnik wurde für die überregionalen Zentren angeschafft, Angiographieräume wurden eingerichtet und Fachärzte ausgebildet. Entsprechend wurde das Personal aufgestellt. Die Arbeit ist bereits sehr intensiv“, sagte Irina Abelskaja. „Ich möchte das Zentrale Kreiskrankenhaus Lida besonders hervorheben. Dort gibt es aber auch diejenigen, die noch lernen, Erfahrungen sammeln und praktische Fertigkeiten erwerben müssen.“
Laut der Gruppenleiterin lag der Schwerpunkt auf den Interaktionen zwischen den unterschiedlichen Ebenen der Kreise, den regionalen Zentren und der Stadt Grodno. Es wurde geprüft und analysiert, wie gut die Bewohner von Kreisen, Kleinstädten und Dörfern Zugang zu Gesundheitsdiensten haben. Dabei wurden die Anfahrtswege zu den regionalen Zentren sowie die Umsetzung der bestehenden Fahrpläne untersucht, deren Einhaltung unterschiedlich war. Zudem wurde die Weiterleitung von Patienten von den regionalen Zentren zur regionalen Ebene für spezifische Diagnose- und Behandlungsmethoden thematisiert.
„Diese Interaktionsprozesse sind recht komplex. Ein Teamansatz ist hier unerlässlich. Viele Fragen und Bedenken betreffen insbesondere die Organisationsebene. Dies wurde auf allen Ebenen erörtert: mit den Leitern der Institutionen und den für soziale Belange zuständigen Exekutivbehörden“, sagte Irina Abelskaja.
Die Monitoring-Gruppe untersuchte das Gesundheitssystem von Grodno auch primär unter dem Gesichtspunkt der Bewertung der Interaktionen zwischen den Ebenen. Darüber hinaus wurden die Gesamtentwicklung der Stadt, ihre Pläne und ihre Perspektiven betrachtet.
„Ich würde sagen, dass es sich hier um ein bedeutendes medizinisches Bauprojekt handelt; das Ausmaß ist wirklich beeindruckend. Ich bin überzeugt, dass Grodno und die Region Grodno mit ihrer eigenen medizinischen Universität alle Möglichkeiten haben, die Gesundheitsversorgung in der Region Grodno auf höchstes Niveau zu heben – sowohl was die materielle und technische Unterstützung, die medizinische Ausstattung als auch die Ausbildung des Personals betrifft. Um dies zu erreichen, müssen wir alle verfügbaren Ressourcen effektiv und effizient nutzen“, sagte Irina Abelskaja.
Alle zentralen Kreiskrankenhäuser der Region Grodno nahmen per Videokonferenz an der Sitzung teil.
„Natürlich gibt es systemische Probleme, die uns alle betreffen. Gleichzeitig hat sich die Einstellung zum Gesundheitswesen, zur Medizin im Allgemeinen, deutlich verändert. Der materielle und technische Stand unserer medizinischen Einrichtungen, einschließlich der Bereitstellung teurer Geräte, übertrifft heute die Ansätze, die Qualität und das Niveau der medizinischen Versorgung. Wir müssen die berufliche Weiterbildung auf allen Ebenen stark fördern. Dies ist nicht nur eine Aufgabe für Bildungseinrichtungen, nicht nur für medizinische Fakultäten und Universitäten. Es geht um Mentoring, um die Verantwortung für das Geschehen im eigenen Bereich, im eigenen Krankenhaus zu stärken. Regionale Zentren sind schließlich auch organisatorische und methodische Institutionen, Drehscheiben für alle nachgelagerten Strukturen und Gesundheitseinrichtungen. Hier besteht noch Handlungsbedarf. Die Grundlagen sind vorhanden, die Instrumente sind vorhanden, die Fachkräfte sind vorhanden. Mit dem nötigen Willen, mehr Verantwortungsbewusstsein und etwas weniger Formalismus wird alles gut“, schloss Irina Abelskaja.
Die Analysen der Monitoringgruppe ermöglichen es uns, Schwächen zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten, wodurch das regionale Gesundheitswesen vorangebracht wird.
