MINSK, 3. März (BelTA) – In einem TV-Interview mit dem „Ersten Informationskanal“ erzählte Innenminister Iwan Kubrakow, welche Maßnahmen das Ministerium ergreifen will, um die Kriminalitätsrate zu senken.
Die Kriminalitätsstatistik weist greifbare strukturelle Veränderungen aus, die jährlich im Bereich der Verbrechensbekämpfung stattfinden. „Wir analysieren nicht nur die Verbrechen in unserem Land, sondern sammeln Erfahrungen im Ausland und halten uns stets aus dem Laufenden. Besonders hervorzuheben ist der Rückgang schwerer Verbrechen wie Morde und Körperverletzungen – ihre Zahl sinkt Jahr für Jahr stetig. In den letzten 12 Jahren hat die Gesamtkriminalität ein historisches Minimum erreicht“, so Iwan Kubrakow.
Was konkrete Deliktarten betrifft, so verzeichnen die Ermittlungsbehörden einen anhaltenden Abwärtstrend. „Raubüberfälle auf Wohnungen und Einbrüche – bei diesen Delikten verzeichnen wir in Belarus derzeit den niedrigsten Stand seit Jahren. Die Aufklärungsquote bei den großen Schwerstverbrechen, Morden, schweren Körperverletzungen, Raubüberfällen und räuberischen Erpressungen lag 2025 bei 100%. Hinzu kommt die ständige Verbesserung der Gesetzgebung: Wir beobachten die Lage in allen Bereichen und nehmen Änderungen an den Gesetzen vor, damit sie effektiv greifen“, fügte er hinzu.
Ein Beispiel ist die Arbeit mit Personen, die keiner gesellschaftlich nützlichen Arbeit nachgehen, wiederholt Verwarnungen erhalten haben und Alkohol missbrauchen. „Wir verfügen bereits über wirksame Präventionsinstrumente: von Verwarnungen bis hin zur Zwangsbehandlung in einem Krankenhaus oder einem medizinisch-pädagogischen Besserungsheim (LTP). Doch viele, die aus dem LTP entlassen werden, werden rückfällig. Wir verlieren sich für eine Weile aus den Augen. Deshalb haben wir dem Parlament einen Gesetzesentwurf vorgelegt, damit solche Menschen nach ihrer Entlassung zumindest für die erste Zeit unter Kontrolle bleiben – um sie bei der Arbeitsvermittlung und Unterstützung zu betreuen“, sagte der Minister.
Darüber hinaus wird vorgeschlagen, eine Verantwortung für diejenigen einzuführen, die polizeilich bekannt sind, arbeitslos sind und Alkohol missbrauchen. Ihnen kann mit Ordnungswidrigkeitenverfahren mit Haft oder gemeinnütziger Arbeit gedroht werden.
