Themen
"Thema im Gespräch "
MINSK, 10. Januar (BelTA) – Wirtschaftsexperte Sergej Banar hat in der neuen Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA die Meinung geäußert, dass die heutige Welt in das Zeitalter des Neoimperialismus eintritt. Auch erzählte er, welche Imperien es gibt.
„Ich sage immer Imperien statt Makrozonen oder Einflusszonen. Und ich bin überzeugt, dass wir in eine Welt des Neoimperialismus eintreten. Aber es gibt verschiedene Imperien“, sagte Sergej Banar. „Wenn wir über die neoimperialistische Welt des 21. Jahrhunderts sprechen, müssen wir sofort eine Abstufung nach Typen vornehmen.“
Zum einen gibt es „Imperien für sich“, Imperien nach dem angelsächsischen Typ. Dabei handelt es sich um solche Imperien, die ausschließlich auf Kosten ihrer Kolonien leben, ohne Rücksicht auf irgendwelche Normen der Moral, Ethik oder des Völkerrechts, des Rechts auf Selbstbestimmung und so weiter. „All dies wurde uns seit den neunziger Jahren als grundlegende Werte der westlichen Zivilisation aufgezwungen. Heute sehen wir – sie haben sich als absolute Fälschung erwiesen“, fügte Sergej Banar hinzu.
Imperien des chinesischen Typs seien „Imperien in sich“. Sie würden geschlossen, aber seien bereit, ihre Produkte zu zeigen - ideologische, kulturelle, industrielle Produkte. Gleichzeitig seien sie nicht bereit, andere zu integrieren. Es sei denn, diese anderen würden die eigenartige Kultur und Lebensweise dieses Imperiums akzeptieren.“
Der dritte Typ ist das slawische Imperium, ein „Imperium für alle“.
„Es wird niemals geschehen, dass sich ein angelsächsisches Imperium in ein slawisches verwandelt oder umgekehrt. Es ist einfach unmöglich, angesichts der ganz verschiedenen kulturellen, historischen, werteorientierten Lebensweisen“, erklärte Sergej Banar.
