MINSK,17. Dezember (BelTA) – Der Leiter der Hauptabteilung für makroökonomische Analyse und Prognose des Wirtschaftsministeriums, Alexej Subowitsch, hat die wichtigsten externen Risiken für Belarus für die nächsten fünf Jahre benannt.
Bei der Ausarbeitung des Programms für die sozioökonomische Entwicklung von Belarus für die Jahre 2026-2030 haben die Verfasser parallel dazu die Meinung der Gesellschaft, der Wirtschaft und der Wissenschaft untersucht sowie die wirtschaftlichen Bedingungen analysiert. Ein separater Abschnitt des Programms ist den aktuellen Risiken für die Wirtschaft von Belarus und den Maßnahmen zu ihrer Bewältigung gewidmet. „Die größten externen Risiken sind der Rückgang des weltweiten Wirtschaftswachstums. Als wir mit der Ausarbeitung des Programms begannen, waren die Prognosen optimistisch – 4 bis 4,5 % Wachstum pro Jahr –, aber jetzt sind sie auf 3 bis 3,5 % gesunken“, erklärte Alexej Subowitsch.
Als exportorientiertes Land ist Belarus anfällig: Die Verlangsamung der Weltwirtschaft stellt unser Wachstum vor Herausforderungen. Daher wurde die Verbesserung der technologischen Sicherheit und die Digitalisierung der Wirtschaft zu einer der Prioritäten – dies ist eine direkte Antwort auf die Verlangsamung des weltweiten Wachstums.
Eine weitere Herausforderung ist die Zersplitterung, der Druck auf Belarus und die Sanktionen. „Wir werden die Widerstandsfähigkeit der belarussischen Wirtschaft stärken, um diese Herausforderungen zu bewältigen. Alle Prioritäten basieren genau auf der Bewältigung solcher Herausforderungen. Die externen Bedrohungen werden durch interne Probleme verstärkt, die wir, wie der Präsident sagt, von Problemen in Chancen verwandeln. Beispielsweise kompensieren wir den Rückgang der Auslandsnachfrage durch ein Wachstum der Binnennachfrage – wir steigern die Kapazität der Wirtschaft. Dazu nutzen wir das touristische Potenzial: Wir haben ungenutzte Möglichkeiten im Dienstleistungsbereich, die einen zusätzlichen Wachstumsimpuls für Belarus geben werden“, bemerkte er.
Die demografische Herausforderung ist für die ganze Welt aktuell, insbesondere für Europa, wo die Verbesserung der Lebensbedingungen dazu führt, dass die Menschen ihre persönlichen Bedürfnisse über die Familie stellen. „Dort wird das Problem durch Migration gelöst, aber wir wollen die Situation umkehren: Wir wollen, dass Belarussen in Belarus leben und sich dort entwickeln“, erklärte der Leiter der Hauptverwaltung.
Technologische Souveränität ist ebenfalls eine der wichtigsten Prioritäten, die dabei hilft. „Im Rahmen dieser Priorität entwickeln wir die Industrie: Wir schaffen neue Wirtschaftsbereiche wie die Roboterherstellung und den Flugzeugbau und verbessern die Technologisierung bestehender Branchen. Dies erhöht die interne Kapazität und gewährleistet Unabhängigkeit“, erklärte Alexej Subowitsch.
