GRODNO, 15. Januar (BelTA) – Täglich füttern Mitarbeiter des Landwirtschaftsbetriebs „Osjory“ die Wisente, die im republikanischen Landschaftsschutzgebiet im Kreis Grodno leben.
Das Auslegen des Futters, für das 20 spezielle Plätze vorgesehen sind, beginnt bereits im August nach der Ernte. Seitdem werden den Wildtieren gereinigte Samen zum Fressen angeboten, und das ganze Jahr über steht ihnen Salz zur Verfügung. Mit Beginn der Kälte wird das Menü ergänzt, das sowohl bei Wisenten als auch bei anderen Tieren sehr beliebt ist. Auf dem Speiseplan stehen Silage, Rüben, Äpfel und Heu. „Sobald die Kälte einsetzt, legen wir jeden Tag Futter aus. In der Saison verbrauchen wir 50 Tonnen Heu, 50 Tonnen Apfelabfälle, 5 Tonnen Salz, etwa 80 Tonnen Saatgutabfälle und fast 500 Tonnen Silage“, erklärte Stanislaw Basko, leitender Spezialist für Jagd und Fischerei des landwirtschaftlichen Betriebs „Osjory“. „Wir legen zum Beispiel frische Heuballen und Silage aus. 20 Minuten nachdem wir sie ausgelegt haben, rennen die Tiere schon zum Futterplatz, sie kennen unsere Gewohnheiten. Im Winter bleiben sie sogar in der Nähe der Futterplätze und warten im Wald.“
Stanislaw Basko fügt hinzu, dass der Winter dieses Jahr streng ist und daher mehr Futter benötigt wird, da es für die Tiere schwierig ist, selbst etwas zu finden. „Im Winter haben sie es schwer – es liegt viel Schnee und sie können sich nicht einmal etwas zu essen besorgen. Es gibt zwar Wintergetreide und etwas Grünzeug, aber alles ist mit Schnee bedeckt. Wenn beispielsweise bei minimalem Schneefall ein Reh mit seinen Hufen etwas zu fressen finden kann, ist das unter solchen Bedingungen unmöglich, da der Schnee knietief ist. Und im Winter ist der Wärmeverlust groß, sie müssen sich intensiv ernähren“, sagte er. Übrigens wird hier auch eine Ablenkungsmaßnahme eingesetzt: Es werden spezielle Felder mit Winterkulturen eingesät, damit die Tiere nicht die Felder der Bauern anfressen und nicht zur Straße laufen.
Die Tiere werden hier ständig beobachtet. Und am Ende des Jahres wird eine Statistik erstellt. So leben derzeit 500 Wisente im Naturschutzgebiet, die Familie wurde um 28 Kälber erweitert. Experten sagen, dass dies ein sehr gutes Ergebnis ist. Im Naturschutzgebiet leben auch 286 Hirsche und 120 Rehe.

