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12 Februar 2026, 11:29

Wissenschaftlerin erzählte, wie das Gedenken an die internationalistischen Krieger in Belarus bewahrt wird

MINSK, 12. Februar (BelTA) – Die führende wissenschaftliche Mitarbeiterin des Zentrums für Militärgeschichte von Belarus der Nationalen Akademie der Wissenschaften, Kandidatin der Geschichtswissenschaften, Dozentin Alexandra Kusnezowa-Timonawa, hat auf einer Pressekonferenz erzählt, wie das Gedenken an die internationalistischen Krieger in Belarus bewahrt wird. 

Ihren Worten nach ist die geografische Beteiligung gebürtiger Belarussen an militärischen Konflikten des 20. Jahrhunderts bedeutend umfangreicher als gemeinhin angenommen: Sie umfasst Länder Asiens und Afrikas und erstreckt sich auf mehr als ein Dutzend Staaten.

„Die historische Bewertung dieser Ereignisse wird erst jetzt vorgenommen. Die Situation muss sich ändern. Diese Kriege dürfen nicht vergessen werden. Überall haben die Veteranen der Streitkräfte ihre Pflicht erfüllt und die Interessen des Landes verteidigt“, bemerkte die führende wissenschaftliche Mitarbeiterin.

Im Fokus der Historiker stehen derzeit die Beteiligung gebürtiger Belarussen an der Minenräumung des Territoriums Algeriens, an Kampfhandlungen auf dem Territorium Angolas, Mosambiks, Äthiopiens, Ägyptens, Syriens, von Laos, Vietnams, Kambodschas, Jemens in den 60er Jahren und in der postsowjetischen Zeit Tadschikistans.

„Im Hinblick auf die Bewahrung des Gedenkens hebt sich Belarus vorteilhaft vor dem Hintergrund anderer Republiken der Sowjetunion ab. In Belarus, im erstem Staat des postsowjetischen Raums, wurde der 15. Februar bereits 1998 als Gedenktag für die internationalistischen Krieger festgelegt. In jedem Gebiets- und Kreiszentrum gibt es entsprechende Skulpturenkompositionen, Gedenkzeichen und Gedenktafeln“, so Aljaksandra Alexandra Kusnezowa-Timonawa. 

Das Gedenken wird nicht nur jenen bewahrt, die in Afghanistan gefallen sind, sondern auch jenen, die zurückgekehrt sind und ein aktives Leben führten, einen Beitrag zur Entwicklung des unabhängigen Belarus geleistet haben. In Schulen wurden Museumsecken eingerichtet, die dem Gedenken an Absolventen gewidmet sind, die in Ausübung ihres Dienstes ums Leben kamen. Unter anderem wird im städtischen Siedlung Swislotsch das Gedenken an den in Äthiopien gefallenen Wladimir Piwowartschik bewahrt. Namen internationalistischer Krieger wurden Bildungseinrichtungen sowie 29 Straßen verliehen. Es werden Sportturniere durchgeführt, die dem Gedenken an die internationalistischen Krieger gewidmet sind.

Insgesamt kamen offiziellen Angaben zufolge im Verlauf von Kampfhandlungen auf dem Territorium fremder Staaten 789 gebürtige Belarussen ums Leben. Der Hauptteil der Verluste entfällt auf den Afghanistan-Krieg.

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