MINSK, 18. April (BelTA) - Die Tradition der Subbotnik vereint die Menschen und fördert den Fleiß der jungen Generation. Dies erklärte Staatssekretär Alexander Wolfowitsch am 18. April gegenüber Journalisten anlässlich eines landesweiten Subbotniks in Minsk.
„Das Land hat traditionell einen landesweiten freiwilligen Arbeitseinsatz, den Subbotnik. Diese Tradition ist tief verwurzelt und seit über 100 Jahren in unserer Gesellschaft fest verankert. Früher fanden diese Aktionen meist im Frühling statt und wurden auf den Geburtstag von Wladimir Lenin, den 22. April, gelegt. Dann kam der Große Vaterländische Krieg, der unser Land nahezu komplett verwüstete. Minsk war so stark zerstört, dass die Führung nach der Befreiung der Stadt 1944 darüber debattierte, ob man Minsk am ursprünglichen Standort wiederaufbauen oder 10 bis 15 Kilometer entfernt neu bauen sollte. Man entschied sich für den Wiederaufbau an seinem historischen Standort. Die Bevölkerung begrüßte dies mit Begeisterung und Verständnis, und in der Nachkriegszeit fanden diese Aktionen nicht nur im Frühling, sondern praktisch jeden Samstag und Sonntag statt. Die Menschen packten mit an, weil sie wussten, dass es sonst niemand tun würde“, erklärte Alexander Wolfowitsch.
Das Land wurde wiederaufgebaut, und wie vor dem Krieg fanden auch heute noch Subbotniks statt. Nach dem Zusammenbruch der UdSSR wurde die Tradition der landesweiten Aktionen in Belarus bewahrt. „Diese wunderbare Tradition eint unser Volk. Nach dem Winter gehen wir alle wieder raus, um zu fegen, Bäume zu pflanzen und auf Baustellen zu arbeiten. Normalerweise wirkt die Stadt verschlafen, wenn ich samstags zur Arbeit gehe. Aber heute sind viele Menschen auf den Straßen. Alle packen mit an, um die Stadt grüner, schöner zu machen“, bemerkte der Staatssekretär des Sicherheitsrates. Alexander Wolfowitsch betonte außerdem, dass diese Tradition dazu beitrage, der jüngeren Generation Fleiß und Einsatzbereitschaft zu vermitteln.
Im Rahmen des landesweiten Subbotniks beteiligten sich Mitarbeiter des Staatssekretariats des Sicherheitsrates an der Begrünung eines Geländes in der Hauptstadt, auf dem anlässlich des 100. Jahrestags der DOSAAF (Freiwillige Gesellschaft zur Unterstützung der Armee, Luftfahrt und Marine) ein öffentlicher Garten eröffnet wird. „Im Februar feiert DOSAAF sein 100-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass wird gegenüber dem Zentralrat von DOSAAF ein Park angelegt. Dieser Park wird mit Bäumen und Sträuchern bepflanzt und mit Wegen ausgestattet, die den Anwohnern und Besuchern zum Spazieren und Erholen dienen. Zudem werden Ausrüstungsmuster ausgestellt. So soll sichergestellt werden, dass auch im Stadtzentrum ein gemütlicher, grüner Ort zum Entspannen entsteht. Darüber hinaus wird es Stände, Plakate und Informationsmaterialien über die Aktivitäten von DOSAAF geben“, so Alexander Wolfowitsch abschließend.
Am 18. April findet in Belarus ein nationaler Aufräumtag statt. Die Erlöse des Frühjahrs-Subbotniks fließen in die Errichtung einer ständigen Ausstellung im momentan im Bau befindlichen Nationalen Historischen Museum von Belarus sowie in weitere verwandte Projekte. Heute haben alle die Möglichkeit, sich an der Pflege und Verschönerung von Grünflächen und Grundstücken in Wohngebieten sowie an Sehenswürdigkeiten, historischen und kulturellen Stätten, Gedenkorten, militärischen Ehrenstätten und den Gräbern von Soldaten und Partisanen aus dem Großen Vaterländischen Krieg zu beteiligen. Der Subbotnik kann ebenfalls am Arbeitsplatz stattfinden.
