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Zu Ehren belarussischer Partisaninnen in Frankreich: Denkmal „Rodina“ wird in Thil eingeweiht

Gesellschaft 22.04.2019 | 17:39
Foto: Belarussische Botschaft Moskau
Foto: Belarussische Botschaft Moskau

MOSKAU, 22. April (BelTA) – Im Geschäfts- und Kulturkomplex der belarussischen Botschaft in Russland fand heute eine Präsentation des Denkmals „Rodina“ statt, das in der französischen Stadt Thil zum Jahrestag der Befreiung Frankreichs von den deutschen Besatzern aufgestellt wird. Das teilte der Pressedienst der Botschaft gegenüber BelTA mit.

„Mit diesem Projekt verewigen wir die Erinnerung an die historisch einmalige Abteilung von Partisaninnen „Rodina“ (Heimat), die aus 37 Frauen aufgestellt war, welche aus der UdSSR und anderen europäischen Staaten stammten und aus dem Arbeitslager Errouville (Frankreich) geflüchtet waren. Ein Drittel der Abteilung bestand aus Belarussinnen“, erzählte Referatsleiter für Kultur der belarussischen Botschaft Wassili Tschernik in der Präsentation. „Das war eine weibliche Partisanengruppe, angeführt von zwei Belarussinnen Nadeshda Lissowez und Rosalia Fridson, die der französischen Résistance „France combattante“ angehörte.“

„Die Präsentation des Denkmals „Rodina“ in der Belarussischen Botschaft Moskau, die zum 75. Jahrestag der Befreiung von Belarus von den deutschen Besatzern stattfindet, und seine weitere Aufstellung in Frankreich wird der Stärkung freundschaftlicher Beziehungen und Bewahrung historischer Wahrheit über den gemeinsamen Kampf gegen den Faschismus dienen“, hieß es aus der Botschaft.

„Das Monument aus Bronze stellt eine drei Meter hohe Frauenfigur mit Karabiner dar“, erzählte Autor des Denkmals, russischer Bildhauer Wladimir Surowzew. „Nach Absprache mit der Stadt Thil soll die Einweihung des Denkmals zum Jahrestag der Befreiung Frankreichs von den deutschen Besatzern stattfinden. Das Denkmal wird dort aufgestellt, wo früher das Arbeitslager Errouville war. Dort haben sich die Nazis in Gruben mit der Produktion von Vergeltungswaffen oder Großraketen beschäftigt, mit denen sie Großbritannien beschossen haben. Für viele Lagerinsassen wurden diese Gruben zum Massengrab. Heute, wo die Wahrheit über den Zweiten Weltkrieg revidiert oder verfälscht wird, müssen wir gemeinsam die alten Brücken aufbewahren und neue errichten, um Menschen und ganze Völker näher zu bringen.“

Nadeshda Lissowez und Rosalia Fridson, die aus Minsk in das Lager Errouville deportiert waren, haben nach der Flucht eine internationale Partisaninnen-Abteilung aufgestellt und auf Seiten französischer Widerstandskämpfer gegen die deutschen Besatzer gekämpft. Nach dem Krieg kehrten die beiden Leutnantinnen der französischen Armee nach Belarus. Sie wurden mit französischen Orden ausgezeichnet. Im Jahr 1966 wurden die beiden Heldinnen auf Bitte des französischen Präsidenten Charles des Gaulle, der sich zu einem Besuch in der UdSSR aufhielt, nach Moskau bestellt, wo der namhafte französische General die beiden Partisaninnen die Ehre erweisen durfte.

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