MINSK, 16 April (BelTA) – Es sei wichtig, das reiche Kulturerbe der GUS-Staaten für eine breite Öffentlichkeit – und vor allem für die Jugend – zugänglich zu machen und bei ihr nachhaltiges Interesse dafür zu wecken. Dies erklärte der erste stellvertretende Generalsekretär der GUS, Igor Petrischenko, während des Internationalen Runden Tisches „Erhaltung und Popularisierung des Kulturerbes im Raum der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten“ anlässlich des 35-jährigen Bestehens der GUS.
„Es ist wichtig, das reiche Kulturerbe der GUS-Staaten für eine breite Öffentlichkeit – und vor allem für die Jugend – zugänglich zu machen und bei ihr nachhaltiges Interesse dafür zu wecken. Die Jugend in die Prozesse der Erforschung, Erhaltung und Vermittlung des Kulturerbes einzubeziehen, ist eine Art moralische Impfung und eine Garantie dafür, dass der kulturelle Goldschatz sorgsam an künftige Generationen weitergegeben wird. Daher ist es erfreulich, dass an der heutigen Diskussion nicht nur Vertreter der Basisorganisationen der GUS-Staaten im Kulturbereich teilnehmen, sondern auch ähnliche wissenschaftlich-methodische Zentren für die Jugendarbeit“, so Igor Petrischenko.
Nach seinen Worten gewinnt die Zusammenarbeit der GUS-Staaten bei der Erhaltung des Kulturerbes heute besondere Bedeutung. „Nur mit vereinten Kräften können wir den gegenwärtigen Herausforderungen wirksam begegnen – sei es die Globalisierung, die Zerstörung traditioneller Werte oder der Einfluss der Künstlichen Intelligenz auf die Kultur. Ich bin überzeugt, dass die Ideen und Vorschläge, die im Laufe des Runden Tisches geäußert werden, für die praktische Arbeit nützlich sein werden, neue Möglichkeiten für gemeinsame Projekte und für den weiteren professionellen Dialog eröffnen werden“, so der erste stellvertretende GUS-Generalsekretär.
Igor Petrischenko betonte die Symbolik der Durchführung des Internationalen Runden Tisches zum Thema Erhaltung und Popularisierung des Kulturerbes im Raum der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten im Jahr des 35-jährigen Bestehens der GUS und am Vorabend des Internationalen Tags der Denkmäler und historischen Stätten. „Diese Daten unterstreichen die Bedeutung der Bewahrung des historischen Gedächtnisses, der Entwicklung kultureller Beziehungen und der Generationenkontinuität. Die Bedeutung gemeinsamer Anstrengungen der GUS-Mitgliedstaaten zur Erhaltung des Kulturerbes ist in einer Reihe von grundlegenden Dokumenten der Gemeinschaft verankert. Das sind vor allem internationale Verträge und Erklärungen der letzten Jahre unserer Staatsoberhäupter. Sowie Beschlüsse der obersten Organe der Gemeinschaft zu bestimmten Kooperationsbereichen: im Bereich der Erhaltung des Weltkulturerbes, im Museumswesen, in der Musik, im Film, in der Theaterarbeit und in der Ausbildung des Fachkräftenachwuchses. Die bestehenden Dokumente bilden eine solide normative Grundlage für gemeinsame Projekte und den Austausch bewährter Praktiken“, ist Igor Petrischenko überzeugt.
„Ein leuchtendes Beispiel für die Zusammenarbeit der GUS-Staaten ist das zwischenstaatliche Programm ‚Kulturrehauptstädte der Gemeinschaft‘. Im nächsten Jahr wird der belarussische Ort Molodetschno diesen hohen Status erhalten. Diese Stadt ist bekannt für ihr nationales Festival für belarussisches Lied und Poesie sowie für das Figurentheater ‚Batlejka‘“, so Igor Petrischenko.
Nach seinen Worten spielen die Basisorganisationen der GUS-Mitgliedstaaten eine wichtige Rolle bei der Erhaltung und Popularisierung des Kulturerbes. „Sie sind Kompetenzzentren, die wissenschaftliches Potenzial, praktische Erfahrungen und innovative Ansätze vereinen“, fügte der erste stellvertretende GUS-Generalsekretär hinzu.
„Derzeit umfasst das Weltkultur- und -naturerbe der GUS-Staaten Hunderte einzigartiger UNESCO-Stätten. Bedeutende Unterstützung bei der Vorbereitung neuer Nominierungen für die Liste des Welterbes leistet die GUS-Basisorganisation – das Russische Forschungsinstitut für Kulturerbe namens Lichatschow. Das Institut leistet umfangreiche Arbeit bei der Vorbereitung und Einreichung einer gemeinsamen grenzüberschreitenden Nominierung von Belarus und Russland für die Liste des Welterbes – ‚Denkmäler für die Helden des Großen Vaterländischen Krieges: Festung Brest und Mamajew-Kurgan‘. Diese Nominierung ist im Zusammenhang mit der Bewahrung des historischen Gedächtnisses an die Leistung des sowjetischen Volkes im Kampf gegen den Nationalsozialismus von großer Bedeutung“, so Igor Petrischenko.
