Olympische Spiele sind immer ein großes Medienthema. Ankündigungen und Ergebnisse der Wettkämpfe, Experteneinschätzungen, Interviews mit Trainern und Athleten – die Top-Themen der Weltmedien für die nächsten zwei Wochen. Hier einige Zahlen: Das gesamte Fernsehpublikum der Olympischen Sommerspiele in Paris 2024 betrug etwa fünf Milliarden Menschen, und die vorherigen Olympischen Winterspiele in Peking 2022 zogen über zwei Milliarden Zuschauer vor die Bildschirme. Milliarden von Menschen erfahren über die olympischen Ereignisse von den Seiten der Presse, den Nachrichtenmeldungen der Agenturen.
Im Jahr 2026 wird die Welt die Olympischen Spiele dank dreitausend akkreditierter Journalisten sehen können. Im Hauptmedienzentrum der Olympischen Spiele, der Fiera City Milano, begann die Arbeit bereits einige Tage vor der offiziellen Eröffnung. Übrigens ist dies eines der größten Kongresszentren Europas. Auch belarussische Fachleute haben es für sich entdeckt. Seine Eindrücke vom „Medienherz“ der Olympiade teilte Alexander Nowikow, leitender Spezialist der Informationsabteilung des NOK Belarus, mit BELTA-Journalisten.
Gewöhnlich, aber komfortabel
„Für Journalisten bei den Olympischen Spielen ist der Ablauf standardisiert: Stadion – Pressezentrum – Hotel. Und für Medienschaffende ist das Pressezentrum das zweite, manchmal auch das erste Zuhause. Diesmal befindet sich unser Pressezentrum im Zentrum Mailands, es ist bequem zu erreichen, die Fahrt vom Wohnort mit der U-Bahn und zwei Umstiegen dauert etwa 40 Minuten. Wenn die Zeit drängt – die Italiener bieten gerne Taxidienste an, allerdings muss man dafür etwas tiefer in die Tasche greifen. Daher versuchen wir, den Zeitplan einzuhalten und überall hinzukommen. Zwischen dem Pressezentrum und den Sportstätten gibt es eine gut organisierte Transportverbindung. Das Pressezentrum arbeitet rund um die Uhr, daher kann man in aller Ruhe – oder für diejenigen, die unter Zeitdruck stehen, auch unruhig – zu jeder beliebigen Zeit arbeiten“, erzählte Alexander Nowikow.
Laut Nowikow, der auch bei anderen Olympischen Spielen gearbeitet hat, überrascht das Pressezentrum in Mailand nicht mit besonderen Extravaganzen. „Und das muss es auch nicht, bei Olympia gibt es genug, was einen überraschen kann. Es ist ein durchdachtes, komfortables Pressezentrum, in dem alles Nötige für die Arbeit vorhanden ist. Die größten Nachrichtenagenturen haben separate Boxen für ihre Arbeit eingerichtet. Es gibt viele Räume für Pressekonferenzen. Und das ist ein großer Pluspunkt, denn das Internationale Olympische Komitee versorgt die Journalisten mit interessanten Themen. Zum Beispiel findet in Mailand die 145. Generalversammlung statt. Das IOC ist offen für die Arbeit mit Journalisten – offizielle Briefings finden stündlich statt. Die Organisatoren antworten schnell auf Fragen, helfen bei auftretenden Problemen. Die Freiwilligen der Olympischen Spiele sind den Journalisten wohlgesinnt. Eine interessante Beobachtung – wenn bei vorherigen Spielen unter den Freiwilligen mehr junge Leute waren, so sind es in Mailand eher ältere Menschen. Noch eine interessante Beobachtung – es gibt wenig Außenwerbung auf den Straßen der Stadt, aber viele Plakate und Banner sind direkt an den Sportstätten zu sehen. Und was besonders überraschte – trotz der Olympischen Spiele wird in Mailand aktiv Straßenbau betrieben. Olympia hin oder her, der Bau hat seinen Zeitplan. Und insgesamt stören die Olympischen Spiele das alltägliche Leben der Stadt überhaupt nicht. Und uns nichts hindert daran, (viel) zu arbeiten und Freude am größten Sportereignis der Welt zu haben, das wir unseren Zuschauern und Lesern gerne zeigen werden“, teilte Alexander Nowikow seine Eindrücke.
Foto: NOK von Belarus
