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16 Mai 2024, 15:19

Belarus und Aserbaidschan loten Reserven für industrielle Zusammenarbeit aus 

BAKU, 16. Mai (BelTA) – Belarus und Aserbaidschan sind bereit, die industrielle Zusammenarbeit erheblich zu erweitern. Das erklärte der Präsident von Belarus Alexander Lukaschenko vor Journalisten nach den Gesprächen mit dem Präsidenten von Aserbaidschan Ilham Alijew.

Das Staatsoberhaupt erinnerte daran, dass Belarus und Aserbaidschan einen Fahrplan für die Entwicklung der bilateralen Zusammenarbeit umsetzen. In Kürze wird in Minsk eine Sitzung der Regierungskommission stattfinden, die beschlossen hat, dieses Dokument unter Berücksichtigung der neuen Vereinbarungen zu aktualisieren.

Manche Punkte seien überholt, es gebe aber auch Projekte, die nicht nur ausgearbeitet, sondern auch umgesetzt werden sollten, sagte der Staatspräsident. 

„Wir haben alle Fragen besprochen, es gab keine Tabu-Themen. Es geht nicht nur um die gemeinsame Produktion von MTZ-Traktoren, sondern auch um die gemeinsame Produktion von MAZ-Fahrzeugen und Feuerlöschgeräten. Wir stellen Aufzüge her und sind bereit, sie auch in Aserbaidschan zu produzieren“, sagte der Präsident.

Aserbaidschan ist auch an der Produktion von mobilen Eisenbahnausrüstungen - sowohl Plattformen als auch Kesselwagen - interessiert. Belarus ist bereit, seine Erfahrungen auch in diesem Bereich zu teilen.

„Die Zusammenarbeit in der Landwirtschaft ist nicht weniger wichtig. Sie umfasst die Lieferung von Rindern, den Bau von Agrarstädtchen und Infrastruktur, de Bau von Milchwirtschaftsbetrieben und Entwicklung von landwirtschaftlichen Betrieben. Dies ist besonders wichtig für die Gebiete, die eine Wiederbelebung brauchen“, sagte das Staatsoberhaupt.

Ein traditioneller Bereich der Zusammenarbeit zwischen Belarus und Aserbaidschan ist die Lieferung von Holz. Nun ist die belarussische Seite bereit, noch weiter zu gehen und Holzhäuser in den neuen Gebieten Aserbaidschans zu bauen.

Es wird erwartet, dass die Staatsoberhäupter die Umsetzung des Fahrplans im November analysieren werden.

Der Handel zwischen Belarus und Aserbaidschan betrug im Jahr 2023 mehr als 400 Millionen Dollar. Es wird nicht ausgeschlossen, dass das Volumen locker auf eine Milliarde Dollar gesteigert werden könnte, wenn auch nicht sofort. 

„Es wird ein sehr großer Schritt sein. Vielleicht werden wir es in zwei Schritten schaffen. Zunächst werden wir innerhalb von eineinhalb Jahren einen Umsatz von 500 Millionen Dollar erreichen und nach einer gewissen Zeit werden wir eine Milliarde erreichen. Dafür werden wir alles tun. Wenn wir z.B. Waren brauchen, die sowohl in unfreundlich gesinnten Staaten und in Aserbaidschan hergestellt werden, dann werden wir Aserbaidschan den Vorzug geben. Aserbaidschan wird sicher dasselbe tun“, zeugte sich der Staatschef überzeugt. 

Alexander Lukaschenko lud Ilham Alijew ein, Belarus zu einem beliebigen Zeitpunkt einen offiziellen Besuch abzustatten, um den bilateralen Dialog fortzusetzen.
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