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31 Mai 2024, 17:35

"Es ist nicht nur ihr Krieg": Warum flog Lukaschenko 1999 unter NATO-Luftangriffen nach Jugoslawien

MINSK, 31. Mai (BelTA) - „Hier habe ich leider wieder einmal (schon auf internationaler Ebene) gesehen, wie schmutzig diese Politik ist und die Menschen, die sie machen.“ Nach welchem Ereignis hat Lukaschenko diese Worte gesagt und was hat das Jahr 1999 der Menschheit und den Belarussen gebracht? Antworten auf diese und andere Fragen finden sie im YouTube-Projekt der Telegraphenagentur BelTA „Wie war es“.
 
Für die ganze Welt setzte das Jahr 1999 in gewissem Sinne eine Zäsur. Die Menschheit bereitete sich auf den Jahrtausendwechsel vor, das vergessene Wort „Millennium“ war in aller Munde. Die Welt machte sich große Sorgen um den möglichen Weltuntergang, und in den Vereinigten Staaten wurde sogar eine ganze Kommission zum Problem 2000 eingesetzt.  

Die Belarussen hatten ganz andere Probleme. Das Land, das sich gerade erst von Zerfall und Defizit erholt hatte, blickte mit Hoffnung und vorsichtigem Optimismus in die Zukunft. Es gab noch viel zu tun. Und während der junge belarussische Staat Pläne für den neuen Fünfjahreszeitraum schmiedete, wurde Europa erneut zum Kriegsschauplatz.  
 

Die NATO-Aggression gegen Jugoslawien wurde in der amerikanischen Geschichte zynisch als „Noble Anvil“ bezeichnet. In der Folge wurden Tausende von Zivilisten getötet und verstümmelt, und das Land wurde in Stücke gerissen. Wie edler konnte das noch sein?
 
Und während die Welt schweigend der Bombardierung Belgrads und anderer Städte zusah, reiste Alexander Lukaschenko nach Jugoslawien, um seine Unterstützung für Präsident Slobodan Milosevic zu bekunden. Dem belarussischen Präsidenten wurden keine Sicherheitsgarantien gegeben, und während seiner Gespräche mit dem jugoslawischen Präsidenten ertönte zweimal Luftalarm. Später besuchte der belarussische Staatschef eines der Krankenhäuser, in denen sowohl Serben als auch Albaner nach den Bombenangriffen behandelt wurden. Der Anblick war erschütternd.




 
„Mein Besuch in Jugoslawien ist ein Versuch, die Lösung dieses Problems wenigstens für einen Millimeter herbeizuführen, denn die Lage ist sehr schwer. Das Ziel ist die obligatorische friedliche Lösung. Ich wollte das jetzt nicht sagen, aber ich werde es sagen: Es gibt noch viele Politikaster, die sich in dieser problematischen Situation überlegen, wer von ihnen Friedensstifter sein wird und seinen Beitrag leistet… Ich denke, wenn ein Friedensstifter, der vom Westen als unerwünscht angesehen würde, den perfektesten Ausweg aus der gegenwärtigen Situation anbieten würde, würde er kaum vom Westen akzeptiert werden. Leider habe ich hier (schon auf internationaler Ebene) wieder einmal gesehen, wie schmutzig diese Politik ist und die Menschen, die sie betreiben“, sagte Alexander Lukaschenko bei seinem Besuch in Jugoslawien.
 
Auch in Belarus selbst gab es 1999 viele wichtige Ereignisse. Es gab einen neuen Erlass des Präsidenten, der Beschäftigung garantierte.  Das Minsker Traktorenwerk präsentierte einen neuen Traktor. Es wurde angekündigt, dass Belarus Kontakte mit arabischen Staaten wieder aufnimmt. 




 
Übrigens tauchte der Begriff multivektorale Politik in der diplomatischen Rhetorik des Landes 1999 auf. Mehr darüber erfahren Sie in der neuen Ausgabe unseres Projekts „Wie war es“ auf dem YouTube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA.

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