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12 März 2026, 13:20

"Goldene Kardanwelle": Was für eine Vermittlung will Lukaschenko bekämpfen? 

MINSK, 12. März (BelTA) - In Belarus hat niemand etwas gegen vernünftige Vermittler, aber es gibt Geschäftemacher, gegen die man vorgehen soll. Das erklärte Alexander Lukaschenko am 12. März auf einer Besprechung zum Problem der unbegründeten und unlauteren Vermittlung.

„Im Staat hat niemand etwas gegen eine vernünftige Vermittlungstätigkeit, vor allem dort, wo es objektiv notwendig ist. Das sollen Gouverneure, Minister und Premierminister nach wie vor kontrollieren“, so das Staatsoberhaupt. „Aber es gibt in unserem Staat solche Menschen, die in der schwierigen Situation nur an eigene Bereicherung denken.“
Es kommt manchmal vor, dass sich in die Kette „Verkäufer – Käufer“ drei bis fünf „Vermittler“, oft sogar fiktive Vermittler, eingliedern. Um Höchstpreisaufschläge zu umgehen, tauchen sogar Ausländer in diesen Machenschaften auf. 

„Im Endeffekt müssen alle Aufschläge, die in den Taschen solcher Geschäftemacher landen, von den einfachen Verbrauchern bezahlt werden. Das ist eine Unverschämtheit, und Beispiele gibt es mehr als genug“, sagte der Staatschef. Er führte ein Beispiel an: Eine Kardanwelle im Wert von Br140 wurde mit Hilfe mehrerer „Zwischenhändler“ für Br935 an den Endverbraucher verkauft. „Der Preis ist um mehr als das 6,5-fache gestiegen!“, empörte sich Alexander Lukaschenko.

„Bei scheinbarer Einhaltung des Vergaberechts (Lieferanten werden über Ausschreibungen ausgewählt) werden in der Industrie, im Gesundheitswesen, im Bildungswesen, im Wohnungs- und Kommunalwirtschaftsbereich und bei IT-Dienstleistungen für den öffentlichen Sektor Anlagen mit wilden Überzahlungen angeschafft. Und in der Regel sind bei solchen Geschäften Bestechungsgelder im Spiel“, nannte Alexander Lukaschenko das Problem.  

In den Jahren 2023-2025 beliefen sich die Ausgaben des „Nationalen Zentrum für elektronische Dienstleistungen“ und der „Belarussischen Cloud-Technologien“ für Vermittlungsaufschläge rund Br10 Mio. Die Aufschläge machten mitunter 200 Prozent aus.
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