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16 September 2022, 09:32

Haupttag auf SOZ-Gipfel in Samarkand: Warum ist das ein wichtiger Tag für Belarus?

SAMARKAND, 16. September (BelTA) - Der Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit wird in Usbekistan fortgesetzt. Die Staats- und Regierungschefs, darunter auch der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko, trafen am Vortag in Samarkand ein, hielten bilaterale Treffen ab und nahmen an einem Freizeitprogramm teil.

Am Haupttag des Gipfels werden die Parteien einen Meinungsaustausch über aktuelle regionale und internationale Agenda bezogen auf die politische und wirtschaftliche Lage in der Region führen. Da Belarus ein Beobachterland in der SOZ ist, wird Alexander Lukaschenko an der erweiterten Sitzung des Rates der Staatschefs teilnehmen. Er will über die Prioritäten der belarussischen Interaktion im SOZ-Rahmen, auch im Hinblick auf den früher gestellten Antrag von Belarus auf den vollwertigen Beitritt, sprechen. Es muss sich unter anderem um die aktuelle internationale Agenda handeln.

Beim Treffen mit dem SOZ-Generalsekretär Zhang Min am Vortag sagte der Präsident, dass Belarus bereits seit 12 Jahren mit der SOZ zusammenarbeitet. "Unser Schritt, der Shanghai-Familie als Beobachter beizutreten, war weder spontan noch zufällig. Zu dieser Zeit war die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit noch jung und versuchte, sich in die Weltordnung einzufügen. Heute wird die SOZ als ein zukunftsträchtiger, sehr einflussreicher Pol auf unserem Planeten angesehen. Das war damals nicht der Fall. Aber wir haben damals beschlossen, dass wir unsere Zusammenarbeit mit der Shanghaier Organisation ausbauen wollen. Darin sehen wir unsere politische, wirtschaftliche und vielleicht sogar militärisch-politische Zukunft", sagte Alexander Lukaschenko. "Nach der Arbeit als ein Beobachterland bei dieser Organisation haben wir den Beschluss gefasst, dass es die höchste Zeit wäre, ein vollwertiges Mitglied unserer 'Shanghai-Familie' zu werden. Ich weiß, dass Sie uns auf diesem Weg nach wie vor unterstützen. Und dafür sind wir Ihnen sehr dankbar."

Gemäß der am 11. Juni 2010 verabschiedeten Ordnung über die Aufnahme neuer Mitglieder muss der Beitrittskandidat den innerhalb der SOZ geltenden internationalen Verträgen (etwa 40) beitreten und nötige Änderungen seiner nationalen Rechtsvorschriften vornehemen (Für Indien und Pakistan hat man etwa zwei Jahre in Anspruch genommen, und der Iran ist derzeit inmitten des erforderlichen Verfahrens).

Das wichtigste zu erwartende Ergebnis des Gipfeltreffens für Belarus dürfte daher ein Beschluss über die Einleitung des Aufnahmeverfahrens sein.

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