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25 Oktober 2022, 11:36

Lukaschenko: Belarus soll in der Lage sein, gegen Cyberangriffe sicher vorzugehen

MINSK, 25. Oktober (BelTA) – Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat die Aufgabe gestellt, die Sicherheit wichtiger Objekte gegen Cyberangriffe zu gewährleisten. Dabei ist es nicht dringend notwendig, für diese Aufgaben zusätzliche Strukturen zu schaffen. Das sagte er heute in einer Besprechung zum Thema Cybersicherheit.

„Mag sein, Belarus betrifft das nicht so heftig, aber in der ganzen Welt wächst die Zahl der Cyberangriffe in Maßen“, sagte der belarussische Staatschef. „Außerdem werden vor allem strategische Objekte, staatliche Einrichtungen, Unternehmen und das Bankensystem angegriffen. Mit anderen Worten: Ziel sind die wichtigsten Lebensobjekte eines jeden Staates. Wir sind keine Ausnahme. Dies ist ein Element der hybriden Kriegsführung, ein sehr gefährliches Element. Man will der Wirtschaft größtmöglichen Schaden zufügen und so die Gesellschaft destabilisieren. Das ist nicht nur für Belarus bezeichnend, sondern auch für jeden Staat, der solchen Attacken begegnen muss“, sagte der Präsident.

Alexander Lukaschenko erinnerte daran, dass die verantwortlichen Personen zuvor angewiesen worden waren, Vorschläge zur Bekämpfung von Cyberangriffen auf belarussische Einrichtungen zu machen. Das Operativ-Analytische Zentrum sollte die erforderlichen Experten engagieren und entsprechende Vorschläge ausarbeiten.

„Wollen wir über diese Vorschläge sprechen. Aber ich möchte Sie vor der Einrichtung zusätzlicher Zentren und Strukturen warnen“, sagte der Staatschef. „Sagen Sie mir, welche Möglichkeiten der Staat heute hat, um die Cybergefahren abzuwenden und Cyberattacken zu begegnen. Ohne dass wir gleich neue oder zusätzliche Strukturen schaffen müssen. Wollen wir davon ausgehen, dass wir uns im Klaren sind über die Begriffe Cyber-Kriegsführung und Cybersicherheit. Sie sind in unserem Nationalen Sicherheitskonzept definiert. Als Nächstes müssen wir verstehen und begreifen, worauf ein Cyberangriff abzielt. Es ist also wahrscheinlich notwendig, Objekte vor Ort zu schützen. Davon werden wir ausgehen. Wir brauchen keine neuen Strukturen, Ministerien oder Sicherheitszentren zu schaffen, um etwas zu beobachten. Was gibt es noch zu beobachten? Wir brauchen ein Sicherheitssystem an allen kritischen und wichtigen Objekten, die wir vor Cyberangriffen schützen sollen."

Der Präsident wies jedoch darauf hin, dass er bereit sei, jedem Teilnehmer der Besprechung zuzuhören und andere Gesichtspunkte zu erörtern. Jede Meinung und jeder Vorschlag der Anwesenden zum Thema Cybersicherheit müsse durchdacht und begründet sein, betonte das Staatsoberhaupt. „Sie haben lange an diesem Thema gearbeitet. Vielleicht liege ich mit meinen Ausführungen irgendwo falsch, deshalb würde ich gern Ihre Meinung dazu erfahren“, wandte er sich an die Teilnehmer der Besprechung. Zum Treffen wurden Leiter des Operativ-Analytischen Zentrums Andrej Pawljutschenko, Premierminister Roman Golowtschenko, Leiter der Verwaltung des Präsidenten Igor Sergejenko, Staatssekretär des Sicherheitsrates Alexander Wolfowitsch eingeladen.

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