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24 April 2024, 17:36

Lukaschenko: Belarus steht der NATO an seinen Westgrenzen gegenüber

MINSK, 24. April (BelTA) - Belarus steht an seinen westlichen Grenzen der NATO gegenüber. Dies erklärte der Präsident von Belarus Alexander Lukaschenko am 24. April in seiner Rede auf der 7.  Allbelarussischen Volksversammlung in Minsk.

"Wir sind an den Westgrenzen mit der NATO konfrontiert. Ein Plan zur Stationierung einer 300.000 Mann starken Truppe an der Ostflanke des Blocks wurde gebilligt. Sie nennen es den "Eindämmungsgürtel". Wie sollen wir es verstehen, wen sie eindämmen wollen", sagte Lukaschenko.

Er erinnerte daran, dass die Polen Kampfeinheiten der Streitkräfte an der Grenze zu Belarus stationiert haben, um sich gegen die angebliche "Masseninfiltration von Migranten aus dem belarussischen Gebiet" zu schützen. "Wirklich? Professionelles, schwer bewaffnetes Militär, das an der Grenze steht, um Frauen und Kinder zu töten? Unbewaffnete Menschen, die vor dem Krieg aus den Staaten fliehen, die sie (der Westen - Anm. Von BelTA) ruiniert haben. Sie haben gesehen, wie sie die Grenze verteidigen. Sie verstümmeln, töten und werfen dann die Leichen und Krüppel zu uns", sagte das Staatsoberhaupt.

Ein Brigadeverband der Bundeswehr sowie Kräfte und Mittel der 5.000 Mann starken Vereinten NATO-Streitkräfte werden bis 2028 in Litauen stationiert sein. "Die Deutschen haben nichts verstanden. Sie haben aus dem letzen Krieg nichts gelernt", sagte der Präsident.

Bis zu 20.000 NATO-Soldaten sind in Polen und den baltischen Staaten stationiert. "Erinnern Sie sich, nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Großen Vaterländischen Krieg haben sie, die Führer, die Eliten Europas, uns als Besatzer bezeichnet. Und die dauerhafte Stationierung von mehr als 60,5 Tausend Soldaten der US-Streitkräfte und mehr als 30 Tausend NATO-Soldaten in Westeuropa - das ist was? Das ist keine Besatzung, das ist etwas anderes. Welche politischen Entscheidungen werden die europäischen Staats- und Regierungschefs im Fadenkreuz der Maschinengewehre des amerikanischen Konzerns treffen? Wir sehen bereits, welche Entscheidungen sie treffen und wie unabhängig sie sind", fügte Alexander Lukaschenko hinzu.

Die Vereinigten Staaten selbst modernisieren im raschen Tempo ihre taktischen Nuklearwaffen, die auf Luftwaffenstützpunkten in Belgien, Deutschland, Italien, der Türkei und den Niederlanden gelagert sind. "In der militärischen Terminologie nennt man das 'strike-offensive capabilities'. Wenn es zu strategischen Waffen kommt, wird der Planet verschwinden. Und sie wollen doch auf dem Planeten so leben und wirtschaften, wie sie es früher getan haben, also nehmen sie taktische Waffen. Angriffswaffen, keine Verteidigungswaffen", betonte Alexander Lukaschenko. - Was sind also die Fragen an uns? Warum haben sie sich so aufgeregt, als wir Waffen mit ähnlicher Funktionalität auf unseren Stützpunkten sationiert haben?"

"Die Letten sind natürlich seltsam. Es ist kein reiches Land. Die Rentner kommen kaum über die Runden, die jungen Leute fliehen auf der Suche nach einem besseren Leben. Aber vor dem Hintergrund der Hysterie über die Gefahr eines Atomkrieges, die in aller Munde ist, geben sie wahnsinnig viel Geld für den Bau von Betonblöcken und Metallzäunen im Grenzstreifen aus und folgen damit dem Beispiel Polens. Das Gesamtbudget für die Zäune wird sich auf rund 300 Millionen Euro belaufen. Viel Geld fließt dabei übrigens in die Taschen hochrangiger Beamter. Wir erleben bereits hochkarätige Enthüllungen und Rücktritte", erinnerte der Präsident an die jüngsten Ereignisse.
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