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12 April 2024, 17:50

Lukaschenko: Belarus wird es nicht brauchen, in Kampfhandlungfen einzutreten 

MINSK, 12. April (BelTA) – Belarus wird es nicht brauchen, in Kampfhandlungen einzutreten. Das erklärte der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko gegenüber Journalisten im Kreml.

Auf die Frage, wie er die Möglichkeit einschätze, dass Belarus vor Friedensgesprächen in die Kampfhandlungen eintrete, erwiederte Lukaschenko: „Es gibt keine Notwendigkeit, so etwas einzuschätzen. Und diese Notwendigkeit wird auch künftig nicht bestehen. Ich habe vorhn gesagt, dass Russland so ein Belarus braucht – ein friedliches, ruhiges, harmonisches Land, das seinen Pflichten nachkommt. Ich werde nicht ins Detail gehen. Sie wissen ja, man nennt auch uns „Aggressor-Staat“. Jeder tut das, was er für richtig hält. Aber  wie ich es schon gestern sagte: Weder ich noch Putin wollen, dass das ukrainische Brudervolk weiter leidet. Wir wollen es nicht!“

Alexander Lukaschenko erinnerte an die russischen Angriffe auf die ukrainische Energieobjekte, die als Reaktion auf ukrainische Angriffe auf russische Energieinfastruktur zu anzusehen sind.

„Die Ukrainer sollten verstehen: Wenn sie mit Drohnen Ölraffinerien atackieren werden, wird die Reaktion um das 10-fache stärker sein. Warum provozieren? Wem nützt das? Gleichzeitig reden sie über Friedensgespräche und irgendwelche Konferenz in der Schweiz. Sie wollen ohne Russland den Frieden in der Ukraine schaffen. Und ohne China. Kein Vertreter Chinas fliegt in die Schweiz. Was für Friedensgespräche kann es da geben?“ bemerkte der Präsident.

Es gebe in Russland viele Hurra-Patrioten, die sich die belarussische Beteiligung am Krieg in der Ukraine geradezu wünschen und dazu aufrufen würden. „Diese Appelle spielen nur NATO in die Hände. Die NATO will uns als Kriegspartei sehen“, so Lukaschenko.

Im Falle, wenn Belarus Kriegspartei wird, wird die Frontlinie um Tausende Kilometer länger sein. „Denn Belarus genzt an die Ukrine, Polen und baltische Staaten. Niemand wird imstande sein, diese Frontlinie zu verteidigen. Das sind zusätzliche Probleme für Belarus und Russland. Und was noch wichtig ist: Vielleicht wird auch die Ukraine eines Tages ein friedliches Land wie Belarus in der Nähe brauchen“, sagte das Staatsoberhaupt.
    
Belarus verteidigt seine Grenzen im Süden und im Westen.

Personen, die Belarus in den Krieg hineinziehen wollen, fordern immer lauter, dass man Bomben auf die belarussische Ölraffinerie Mosyr abwirft, weil sie dem Aggressor-Staat Russland Brennstoff für Kriegszwecke liefert uns somit einlegitimes Angrifsziel ist. „Ich habe dann den Militärs den Befehl gegeben, dass sie entlang der Grenze alles aufstellen, was wir haben. Im Notfall wird die Antwort momentan erfolgen“, sagte er.

Die Ukraine hat ihre Grenze zu Belarus vermint, verbarrikadiert, verbetoniert und noch 120.000 Mann als Wache stationiert. Von diesem Standpunkt lohnt sich die Beteiligung von Belarus an Kriegshandlungen überhaupt nicht. „Jetzt wollen sie noch französische Truppen in die Ukraine senden, damit sie die Grenze bewachen. Da lachen ja die Hühner! Das ist alles Gerede! Niemand wird kommen. Der Westen will uns mit Putin in Angst versetzen. Und diese Angstszenarien, dass Belarus morgen in den Krieg einzieht, sind genauso albern wie die Statements, dass Lukaschenko und Putin Europa angreifen wollen“, sagte der Präsident.

Alexander Lukaschenko wies auch darauf hin, dass amerikanische und deutsche Bataillonsverbände in der Nähe der belarussischen Grenzen in Polen und Litauen stationiert sind. Als Reaktion darauf war Belarus gezwungen, seine Einheiten zu verlegen.
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