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Lukaschenko erzählt Details seiner Sotschi-Gespräche mit Putin

Präsident 14.02.2020 | 14:41

SWETLOGORSK, 14. Februar (BelTA) – Beim Besuch in der Fabrik für Zellulose und Karton in der Stadt Swetlogorsk hat der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko die Gelegenheit für ein Gespräch mit der Belegschaft genutzt. Er erzählte einige Details seiner Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, die vor einigen Tagen in Sotschi stattgefunden haben.

Das Format des Treffens sei „eigenartig“ gewesen, gab Alexander Lukaschenko zu. Das Vieraugengespräch habe bei einem Frühstück begonnen und fast anderthalb Stunden gedauert. „Wir haben alles diskutieren können. Selbst die grauen Zeiten unserer Geschichte“, sagte Alexander Lukaschenko nach dem Treffen in Sotschi. Jetzt präzisierte er: „Wir sprachen über das 20. Jahrhundert, über die modernen Bedrohungen weltweit und in der Region, die Ukraine-Krise. Der dumme, sinnlose Bruderkrieg in der Ukraine hat unseren Menschen sehr viel Leid gebracht. Das darf nicht sein.“

„Wir haben alles besprochen und unsere Gesichtspunkte verglichen. Ich habe das Gespräch natürlich langsam und sorgfältig in eine Richtung geführt, wo man sieht, was unsere Völker gemeinsam geleistet haben. Wir haben unser Land (im zweiten Weltkrieg) verteidigt. Ich erinnerte ihn daran, wie viele Menschen gestorben waren, wie viele Dörfer zusammen mit den Bewohnern niedergebrannt wurden. Fast 70 Prozent der Toten waren Russen, sagte Putin", verriet Alexander Lukaschenko die Einzelheiten.

Anschließend setzten sich die Staatschefs mit der Zusammenarbeit zu Sowjetzeiten auseinander und sprachen die Probleme im Ölsektor an. „Ich erinnerte daran, dass am Bau von Öl- und Gasbohrungen in Russland sehr viele Fachkräfte aus Gomel, Witebsk, Mogiljow, und Minsk teilgenommen haben. Was wir zu Sowjetzeiten gebohrt und geschaffen haben, stellte sich in einer Nacht als fremd heraus. Und heute müssen wir dieses Produkt zum Weltpreis kaufen, während es in Russland zu einem halben Preis oder zu einem Drittel angeboten wird“, sagte Alexander Lukaschenko.

Russland habe nach dem Zerfall des SU die Nachfolge der Sowjetunion angetreten. Russland besitze Atomwaffen, das gesamte sowjetische Auslandseigentum habe es sich einverleibt. Andere postsowjetische Republiken hätten davon nichts erhalten. „Das ganze Geld landete dort, und dann wurde der Rubel abgewertet und wir fühlten uns betrogen. Ich kann mich daran sehr gut erinnern. Wir haben viel getan, aber dann viel gelitten“, sagte er.

Seiner Meinung nach sollte sich Russland heute als Nachfolger der UdSSR den Versprechungen der Sowjetregierung nicht entziehen. Insbesondere versteht der Präsident nicht, warum Belarus, das am meisten unter Tschernobyl gelitten hat, seit Russland nicht unterstützt wird. Alexander Lukaschenko bot der russischen Seite an, Gas in die betroffenen belarussischen Gebiete zu einem niedrigeren Preis als in andere Regionen des Landes zu liefern. „Die Menschen sind aufgrund dieser Katastrophe immer noch nicht in der Lage, sowohl Holz als auch andere Brennstoffe zu nutzen“, erklärte er.

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