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Lukaschenko erzählt österreichischen Unternehmern von Grundprinzipen der Zusammenarbeit mit Belarus

Präsident 13.11.2019 | 09:28

WIEN, 13. November (BelTA) – Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat in seiner Rede beim Wirtschaftsforum Österreich – Belarus den österreichischen Spitzenunternehmern über die Grundprinzipien der Zusammenarbeit mit Belarus erzählt.

Durch seine Anwesenheit beim Forum habe er in erster Linie den Respekt vor der österreichischen Geschäftswelt ausdrücken wollen, sagte der Staatschef. Wer aber ein bestimmtes Signal von ihm erwarte, dürfe seine Rede als derart Signal betrachten.

Der Staatschef nannte den derzeit vorhandenen bilateralen Handelsumsatz in Höhe von $200 Millionen „eine Schande, die man so schnell wie möglich loswerden sollte.“ Für zwei Staaten wie Österreich und Belarus müsse als Aufruf gelten, das massive und ungenutzte Potential effektiver zu nutzen.

In einer direkten Ansprache an die österreichischen Unternehmer versicherte er, er werde mit österreichischen Investoren wie mit seinen eigenen Bürgern umgehen und interessante Geschäftsideen immer unterstützen. Im Gegenzug erwarte er von den österreichischen Unternehmern, dass sie Belarussen wie Österreicher behandelten.

Alexander Lukaschenko bestätigte die Bereitschaft, mit ausländischen Partnern transparente und profitable Beziehungen aufzubauen. „Wer ehrlich, offen und transparent seine Geschäfte in Belarus machen wird, wird niemals unseren Beamten kofferweise Schmiergeld anzubieten brauchen. Wer das wagt, wird sofort hinter schwedische Gardinen kommen. Deshalb warne ich alle: In Belarus dulden wir keine Bestechung und keine Korruption.“

Ein weiteres grundlegendes Prinzip der Zusammenarbeit mit Belarus besteht darin, dass Belarus immer seinen Verpflichtungen nachkommt, auch wenn es sich im nach hinein herausstellt, dass diese Verpflichtungen mehr schaden als nutzen. „Verträge sind eben einzuhalten!“, sagte Lukaschenko.

„Das sind unsere Hauptprinzipien. Wir werden uns in der Arbeit mit ihnen immer daran halten. Kommt nach Belarus und arbeitet hier. Kommt in ein sicheres Land, ein Land mit hochqualifizierten Fachkräften, mit verantwortungsvollen Menschen, die in ihrer Vergangenheit viel zu leiden hatten und jeden verdienten Cent, jeden Rubel, Euro oder Kopeke zu schätzen wissen“, sagte der Staatschef.

Im Anschluss wurden wichtige Dokumente unterzeichnet. Nach Angaben des Vorsitzenden der Belarussischen Industrie- und Handelskammer Wladimir Ulachowitsch könne man von diesen Verträgen einen bilateralen Handelsumsatz in Höhe von über 200 Millionen USD erwarten.

Das belarussische Ministerium für Naturressourcen und Umweltschutz hat mit der Österreichischen Energieagentur ein Memorandum of Understanding unterzeichnet.

Die Vamed Engineering GmbH und die AK-Miory Ltd. haben ein Kooperationsabkommen unterzeichnet.

Das Belarussische Hüttenwerk BMZ Holding hat drei Verträge abgeschlossen. Nach dem ersten wird BMZ von der Pisec Group Austria GmbH im Jahr 2020 einen unverbindlichen Kredit in Höhe von bis zu 20 Millionen Euro zu Betriebszwecken erhalten. Ein trilaterales Abkommen zwischen BMZ, Pisec Group Austria GmbH und dem holländischen Unternehmen Merksteijn International B.V. sieht Lieferung auf den EU-Markt im Jahr 2020 bis zu 180 tsd. t Walzdraht im Gesamtwert von über 70 Millionen vor.

Mit der Belmet Handelsgesellschaft mbH wurde ein Jahresrahmenabkommen über die Metalllieferungen im Gesamtwert von 27,5 Mio. Euro unterzeichnet.

Ein Kooperationsabkommen wurde zwischen der geschlossenen Kapitalgesellschaft „Besopasnyje dorogi Belarusi“ (Sichere Straßen von Belarus) und der Siemens AG Austria signiert.

Im Rahmen des offiziellen Besuches des belarussischen Staatschefs in Wien wurden eine gemeinsame Deklaration zur Stärkung der Zusammenarbeit im Bereich Fernmeldewesen, Informations- und Kommunikationstechnologien und Entwicklung des 5G-Breitbandnetzes sowie ein wissenschaftliches Kooperationsabkommen zwischen NAN und ÖAW unterzeichnet.

Alexander Lukaschenko war am 11.-12. November von Alexander van der Bellen zu einem offiziellen Besuch in Wien eingeladen.

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