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Lukaschenko erzählt über Belarus nach dem Zerfall der UdSSR

Präsident 05.12.2019 | 16:51

MINSK, 5. Dezember (BelTA) – Präsident Alexander Lukaschenko hat sich heute im Palast der Unabhängigkeit mit den Parlamentsabgeordneten der 6. und 7. Legislaturperiode getroffen und in seiner Rede auf die postsowjetischen Zeiten in Belarus eingegangen.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion hatte das belarussische Volk ein neues Wirtschaftsmodell aufzubauen. Belarus besaß weder Goldreserven noch Öl und Gas. Dabei haben belarussische Fachkräfte in der Sowjetzeit Öl und Gas in Sibirien gefördert. Sein eigenes Öl hat Belarus aus irgendwelchen Gründen exportiert, obwohl es nach Qualität viel besserer war als das russische Öl. Offensichtlich wurden diese Lieferungen aufgrund der politischen Ambitionen der damaligen Parteibonzen getätigt.

„Belarus gewann locker ca. 9 Mio. t Leichtöl und exportierte es in den Westen. Und heute gewinnen wir lediglich 2 Millionen Tonnen Öl, was natürlich für die Volkswirtschaft nicht ausreicht“, sagte Alexander Lukaschenko.

Heute sucht Belarus nach Öl, um die Kapazitäten seiner Raffinerien auszulasten. „Wenn wir diese Raffinerien heute bauen müssten, würden wir das nicht tun. Denn wo nehmen wir die erforderlichen 25 Millionen t Öl her, die dort verarbeitet werden? Auch ein Werk wie BelAZ hätten wir nie für uns selbst gebaut. In Belarus sind nur ein Paar Muldenkipper im Einsatz. Das heißt, Belarus war eine starke Wirtschaft im Kontext der gigantischen Sowjetunion. Viele Industriebranchen waren ihr zugeordnet. Die meisten Ressourcen gingen aus Sibirien, aus dem Fernen Osten und anderen Orten in Richtung Westen. Der technologische Westen erhielt unsere Rohstoffe und Fertigprodukte, und damals konnten wir nicht nur die Staaten des sozialistischen Blocks, sondern auch die westlichen Staaten beliefern. Die Ressourcenlieferungen wurden mit anderen Bedingungen verbunden: Wenn sie unser Öl und Gas kaufen, kaufen sie auch unsere Traktoren und Autos. Unsere Staaten – die Ukraine, Belarus, die baltischen Staaten – wir waren sog. Hightech-Länder. Wir hatten eine gute Logistik, haben Ressourcen zu Fertigprodukten verarbeitet und erfolgreich exportiert.

Mit dem Zusammenbruch der Union hat sich alles dramatisch verändert. Das Staatsoberhaupt erinnerte sich an diese schwierige Zeitperiode: „Das Land fiel auseinander, und wir - der blutige Stumpf dieses Landes - blieben nicht nur ohne Goldreserven, sondern auch mit den sowjetischen Rubel-Papieren zurück. Russland schwor uns, dass es nicht aus der Rubelzone herauskommen würde, dass der sowjetische Rubel auch unsere Währung bleiben würde, und dann wurden wir einfach belogen und betrogen. Jeder weiß noch, was für Geld wir damals hatten und muss heute lachen: Wir nannten es nach Tieren - „Hasen“ und so weiter.

„Das Land war ein leeres Regal, die Menschen hatten nichts zu essen, nichts zu tragen. Für exportierte Waren erhielten wir Geld, das über Nacht entwertet wurde. Wir mussten aus dieser schwierigen Situation herauskriechen. Damals hatten wir praktisch nichts, wir hatten kein fertiges Wirtschaftsmodell, nach dem wir ein unabhängiges und souveränes Land aufbauen könnten. Und bauen mussten wir. Blutiger Stumpf aus dem Sowjetreich - das ist es, was unser Belarus damals darstellte“, sagte er.

Alexander Lukaschenko betonte, dass Belarus die Schwierigkeiten der Zeit gemeistert und sich für einen souveränen und unabhängigen Weg entschieden hat.

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