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28 Mai 2024, 12:21

Lukaschenko: Es gibt keinen freien Markt, diese These wurde uns aufgezwungen 

MOGILJOW, 28. Mai (BelTA) - Es gibt keinen freien Markt und es hat ihn nie gegeben. Diese These wurde uns vorsätzlich aufgezwungen. Das erklärte der Präsident von Belarus Alexander Lukaschenko in Mogiljow auf dem Forum der belarussischen Mediengemeinschaft.

Alexander Lukaschenko bezeichnete die These von der Marktwirtschaft als den wichtigsten Mythos über den Zusammenbruch der Sowjetunion. „Das war ein Nebel, in den wir mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion eingetaucht waren. Vielleicht wird mir jemand widersprechen, aber ich habe es erlebt, so wie Sie heute unter den Bedingungen des Informationskriegs leben“, sagte er.

„Immer öfter, wenn ich über diese Prozesse nachdenke, sage ich, dass diese These uns absichtlich aufgezwungen wurde, denn es gibt keinen freien Markt mit Angebot und Nachfrage. Es hat ihn niemals gegeben. Diese These wurde uns von den Vereinigten Staaten von Amerika aufgezwungen. Sie hatten alles ganz einfach: Ihre Wirtschaft basiert auf Papiergeld. Da wir alle diesen Papierköder geschluckt haben, ist er leider erfolgreich. Ich meine den Dollar. Sie regeln die Beziehungen in der Welt, strangulieren, unterstützen. Sie tun alles, was sie wollen“, sagte der Präsident.

„In dieser Situation war es sehr einfach, uns den Markt aufzuzwingen. Ich nennen ihn einfach Chaos. Wir sind diesen Weg nicht gegangen. Warum, das müssen Sie selbst analysieren. Aber es war meine Position, von der Realität leiten zu lassen. Mir war klar, dass, wenn wir das Land in der Landwirtschaft zerstückeln würden, es niemanden geben würde, dem wir es vererben könnten. Selbst jetzt suchen wir nach Managern für große Industrieunternehmen“, sagte Alexander Lukaschenko. „Schauen Sie auf die Ukraine. Die Oligarchen haben das Land aufgeteilt. Als der Kampf begann, führte er zu einem internen Konflikt, zum Maidan.“

Der Staatschef betonte, dass die Wirtschaft das Fundament und die Grundlage der Gesellschaft sei. Belarus entschied sich sofort für einen Neuanfang, ohne jedoch bestimmte Trends, wie die Privatisierung, aufzugeben. „Wir haben in aller Stille etwas getan. Und privatisiert - das haben wir nicht aufgegeben, der Staat kann sich an manchen Prozessen nicht beteiligen. Wir sind von der Realität ausgegangen. Wer den Amerikanern auf diesem Weg nachgeeifert hat - wir können sehen, was passiert ist. Deshalb analysieren und beobachten. Ein globales Problem ist uns zugeschoben worden, und wir haben es im postsowjetischen Raum geschluckt“, sagte der Präsident.

Alexander Lukaschenko wies darauf hin, dass er dieses Problem gemeinsam mit seinen Kollegen in der Eurasischen Wirtschaftsunion erörtert habe. Die Präsidenten waren sich einig, dass es wichtig ist, die Prozesse subtil zu planen und zu regeln. „Dort, wo die postsowjetischen Republiken sich kopfüber in den Markt stürzten, hat das fast nirgends funktioniert. Aber China hat solche Höhen erreicht, weil es die Planung nicht aufgegeben hat“, sagte der belarussische Staatschef.

Das Staatsoberhaupt führte auch Japan als Beispiel an: „Sie sorgen für sich selbst, entwickeln die Industrie. Sie machen jährlich fünfhundert Pläne. Sie regeln fast alles.“
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