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31 März 2020, 15:20

Lukaschenko fordert auf, ältere Leute wegen Coronavirus zu schonen

Alexander Lukaschenko
Alexander Lukaschenko

MINSK, 31. März (BelTA) - Der belarussische Präsident, Alexander Lukaschenko, erklärt, dass das Gesundheitssystem des Landes die vorhandenen Herausforderungen wegen der Ausbreitung der Corona-Infektion in der Welt erfolgreich bewältigt. Das sagte er beim Treffen mit der Vorsitzenden des Rates der Republik der Nationalversammlung, Natalja Kotschanowa.

Das Staatsoberhaupt hob hervor, dass man auf keinen Fall die Viruskrankheiten außer Acht lassen darf. Lukaschenko zufolge hätten wir die Virusspitze erreicht. Hoffentlich würde Belarus die Situation bis Ostern bewältigen.

Der Präsident machte darauf aufmerksam, dass die Ärzte bei der Bekämpfung des Coronavirus über andere Patienten nicht vergessen dürfen, die ihre Hilfe brauchen. „Wir haben um das Hundertfache mehr Todesfälle, die durch andere Krankheiten verursacht wurden. Wir haben sowohl onkologische Patienten, Menschen, die an Herz- und Kreislauferkrankungen leiden, Asthmatiker, als auch einfache Menschen, die an einer Lungenentzündung erkrankt sind, ohne Erschwerungen“, betonte der belarussische Staatschef.

Alexander Lukaschenko will in der nächsten Zeit die Sterblichkeitsstatistik in Belarus im ersten Quartal und in den Vergleichsperioden innerhalb voriger Jahren analysieren.

Der Präsident erzählte, dass er Natalja Kotschanowa damit beauftragte, die Situation in Witebsk unter Kontrolle zu stellen. Dort arbeitet heute der Gesundheitsminister.

Wegen des Todes des Schauspielers in Witebsk, der auf das Coronavirus positiv getestet wurde, sagte das Staatsoberhaupt, dass der ältere Mann auch Nebenerkrankungen hatte.

Alexander Lukaschenko forderte auf, ältere Menschen zu schonen.

Gleichzeitig ist der Präsident kein Anhänger der flächendeckenden Isolierung.

Dem Präsidenten zufolge sitzen die Menschen unter verschlossenen Türen in der Atmosphäre fest, die voll an Viren ist. Zur Behandlung kommen sie zu spät. „Deshalb verstehe ich nicht diejenigen, die heute eine Isolierung vorschlagen. Wir müssen gezielt arbeiten“, sagte das Staatsoberhaupt.

Alexander Lukaschenko bemerkte, dass in Belarus schon über 100 auf das Coronavirus positiv getestete Menschen geheilt wurden. Er bedankte sich bei den Ärzten dafür.

Der Präsident erinnerte, dass er in letzter Zeit das Gesundheitssystem unter strenge Kontrolle stellte. „Das System muss wie Uhren funktionieren. Ich kann nicht sagen, dass es nicht der Fall ist“, bemerkte er.

Gleichzeitig wies Alexander Lukaschenko auf die Nachteile in der Arbeit der Ärzte hin. Er meinte den Leichtsinn einiger Ärzte, die nicht immer notwendige Maßnahmen bei Kontakten mit Infizierten treffen. Er sagte, dass in Witebsk über 10 Ärzte erkrankt sind. Sie mißachteten dem Präsidenten zufolge die grundlegenden epidemiologischen Regeln.

Alexander Lukaschenko zufolge trifft Belarus notwendige Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung der Corona-Infektion. Die Einreisenden gehen auf Quarantäne, alle werden bei der Einreise kontrolliert, Kontakte der Infizierten verfolgt.

Der Präsident ging auch auf falsche Nachrichten und Mißtrauen den Behörden gegenüber ein. Er stellte fest, dass die Lage im Großen und Ganzen unter Kontrolle steht. „Etwa 80-90 Menschen werden in den Krankenhäusern behandelt“. Überdies wurden in Belarus in der letzten Zeit auch andere Viren registriert, die sich in der Welt in den vorigen Jahren ausbreiteten.

Zusammenfassend sagte Alexander Lukaschenko, dass man aus allen Ereignissen, seien es Krieg, eine Epidemie oder Pandemie, ein Lehre ziehen muss.

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