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09 April 2024, 17:05

Lukaschenko fordert Industriemanager auf, die Ärmel hochzukrempeln und auf dem russischen Markt zu arbeiten

MINSK, 9. April (BelTA) - Der Präsident von Belarus Alexander Lukaschenko hat den Industrieunternehmen die Aufgabe gestellt, zur aktiven Arbeit auf dem russischen Markt zurückzukehren. Dies erklärte das Staatsoberhaupt auf der Besprechung zur Lage in der Industrie.

Obwohl mehr als 90% der Produkte auf den russischen Markt gehen, verlieren die belarussischen Hersteller dort ihre Position bei traditionellen Waren, die wegen ihrer Qualität und Zuverlässigkeit immer gefragt waren.

"Mir wird berichtet, dass die einheimischen Produkte heute sowohl im Preis als auch in der Qualität ihren Analoga unterlegen sind. Beim Preis ist das noch verständlich. Aber warum die Qualität? Die Exporte belarussischer Traktoren sind im Jahr 2023 um 18 Prozent zurückgegangen. Der Anteil unserer Traktoren an den russischen Importen ist auf den niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre gesunken - auf 10,5 Prozent, der Anteil der Lastwagen auf 6 Prozent", sagte Alexander Lukaschenko.

Die gleichen bedrohlichen Tendenzen zeichnen sich seiner Meinung nach auch beim Haushaltsgerätehersteller „Atlant” ab. Das Exportvolumen von Kühl- und Gefrierschränken, die gestern noch gefragt waren, hat sich fast halbiert. "Was hindert uns daran, Produkte zu verkaufen? China, Indien und so weiter - wir müssen uns an die Konkurrenz gewöhnen. Der Wettbewerb wird immer härter. Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem es systematische Produktionsausfälle gibt und Leute in Zwangsurlaub geschickt werden. Wir verlieren den Markt. Warum?" - fragte der Präsident.

Das Staatsoberhaupt erinnerte daran, dass der russische Präsident Wladimir Putin in seiner Jahresansprache angekündigt hat, dass die Föderationssubjekte bis 2030 rund 40.000 Busse, Trolleybusse, Straßenbahnen und Elektrobusse erhalten sollen. Das Geld dafür sei vorhanden. "Die Aufgabe der belarussischen Industrie ist es, sich daran zu beteiligen und mindestens 30 Prozent der benötigten Mengen zu liefern. Das ist unsere Nische. Wir müssen nur die Ärmel hochkrempeln und arbeiten", sagte Alexander Lukaschenko. - Die Zeiten, in denen man einen Traktor und ein Auto vor den Zaun stellte und die Leute, die Schlange standen, kamen, um sie mitzunehmen oder den Traktor zu kaufen, sind vorbei.

Und das Außenministerium sollte beim Export an vorderster Front stehen. Seine Rolle sei hier sehr entscheidend, erinnerte das Staatsoberhaupt.
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