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01 April 2024, 11:14

Lukaschenko hält Steigerung des Handelsumsatzes mit Orjol auf eine halbe Milliarde USD für möglich 

MINSK, 1. April (BelTA) - Der belarussische Präsident von Belarus Alexander Lukaschenko sieht alle Möglichkeiten dafür, den Handelsumsatz mit dem russischen Gebiet Orjol in den kommenden Jahren auf eine halbe Milliarde US-Dollar zu steigern. Das erklärte er heute bei einem Treffen mit dem Gouverneur der Region Andrej Klytschkow. 

Das Staatsoberhaupt begrüßte den russischen Gouverneur, der seinen ersten Besuch in Belarus abstattet. Der Präsident äußerte die Hoffnung, dass aufgrund der geographischen Nähe eine intensivere Zusammenarbeit möglich sein wird. Falls erforderlich, werden dafür logistische Möglichkeiten gefunden werden.

Der Präsident erinnerte daran, dass die belarussische Regierung Anfang März den Vorsitzenden des Gebietsexekutivkomitees Brest Juri Schulejko zum neuen Mann gewählt wurde, der für die Zusammenarbeit mit Orjol zuständig ist. Er ist ein aktiver, effizienter Mensch, der viel für die Zusammenarbeit mit der russischen Region tun kann. „Ich bin überzeugt, dass Sie mit ihm schnell eine gemeinsame Sprache finden werden“, sagte das Staatsoberhaupt.

Die Delegation aus Orjol plant in Belarus mehrere Gespräche auf Regierungsebene, Besuche bei großen einheimischen Unternehmen und einen Erfahrungsaustausch im Bereich der Kommunalpolitik. Alexander Lukaschenko betonte, dass es in den Beziehungen mit Orjol keine Tabu-Themen gibt. Belarus sei bereit, seine Produkte zu liefern und offen für eine engere Zusammenarbeit zu seine. Und angesichts des Entwicklungsniveaus des Gebiets Orjol ist Belarus auch bereit, die besten Praktiken in bestimmten Branchen zu übernehmen. Außerdem gibt es bereits Erfahrungen in der bilateralen Zusammenarbeit: Ein Maßnahmenplan für 2024-2026 zur Umsetzung des Kooperationsabkommens zwischen der Regierung Orjol und dem Gebietsexekutivkomitee Gomel wurde unterzeichnet. „Ich bin zuversichtlich, dass auch dieser Besuch mit konkreten gemeinsamen Projekten gekennzeichnet sein wird“, sagte Alexander Lukaschenko.

Gleichzeitig wies der Präsident auf die schwierige Situation im russischen Gebiet Orjol hin: „Man wird uns nicht in Ruhe lassen. Darauf müssen wir uns in der nächsten Zukunft einstellen. Wir müssen die Aufgaben zum Schutz der Zivilbevölkerung und der kritischen Infrastruktur unter schwierigsten Bedingungen lösen. Wenn wir Ihnen in dieser Hinsicht irgendwie helfen können, wenden Sie sich bitte an uns, wir helfen Ihnen gerne.“

Alexander Lukaschenko betonte, dass im Gebiet Orjol, wie auch in anderen Regionen Russlands, die Präsidentschaftswahlen ordentlich und korrekt durchgeführt wurden. Rus hat Stabilität sowie politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit bewiesen.

Alexander Lukaschenko schlug dem russischen Gouverneur vor, die Zusammenarbeit in Handel und Wirtschaft fortzusetzen und sich dabei auf einen Bezugspunkt festzulegen. Möglich wäre seiner Meinung nach das Volumen des gegenseitigen Handels im Jahr 2023. Damals war es mit $250 Mio. recht beeindruckend. „Ich denke, wir können in naher Zukunft, in drei Jahren, eine halbe Milliarde USD Handelsumsatz erreichen. Das ist durchaus realistisch. Allerdings werden wir hart arbeiten müssen“, sagte der Präsident.

Ihm zufolge könnten die traditionell starken Wirtschaftssektoren des Gebiets Orjol wie Landwirtschaft, Mikroelektronik und Investitionen zu Wachstumsmotoren werden. Beide Seiten hätten in all diesen Bereichen einen hohen Entwicklungsstand, so dass eine Verzahnung möglich sei und alles getan werden sollte, um den größten Effekt zu erzielen.

Alexander Lukaschenko ging näher auf die Bereiche ein, in denen Belarus zur Zusammenarbeit bereit ist. Einer dieser Bereiche ist der Maschinenbau. Aus Sicht des Präsidenten könnten mehrere Unternehmen für die russischen Partner interessant sein: AMKODOR mit seinen Kommunal-, Bau-, Straßenbau- und Forstmaschinen, Gomselmash mit seinen Mähdreschern. In Tambow baut Gomselmash mit dem regionalen Partner unbemannte Maschinen „Titan“. „Das könnte auch für Ihre Region eine vielversprechende Richtung sein“, stellte Alexander Lukaschenko fest.
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