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Präsident
06 Oktober 2022, 15:16

Lukaschenko hält „unrealistischen“ Weg der Marktregelung für „absolut richtig“

MINSK, 6. Oktober (BelTA) – In Belarus sollten klare Regeln für Preisbildung festgelegt werden. Diesen Vorschlag brachte Michail Orda, Vorsitzender des Gewerkschaftsbundes, in der heutigen Besprechung des belarussischen Präsidenten mit dem Wirtschaftsblock der Regierung zum Ausdruck.

„Die Preise für die Produkte der einheimischen Industrie und des Agrarsektors werden begrenzt. Jeder neue Schritt bedarf zahlreicher Genehmigungen und Zulassungen. Privatunternehmen, die Ersatzteile, Geräte und Bauteile liefern oder bestimmte Dienstleistungen erbringen, handeln jedoch nach eigenem Gutdünken und legen ihre Preise selbst fest. Sie kaufen Dollar an der Börse zu 2,5 Rubel und setzen denselben Dollar zu einem um eine Größenordnung höheren Preis an. Und sie haben immer eine Ausrede: irgendwelche mythischen Risiken, Logistik und so weiter“, sagte Orda.

Seiner Meinung nach handelt es sich dabei um nichts anderes als versteckte Spekulationen. „Sie spielen ihr eigenes Spielchen. Sie lassen heute die Preise locker und schaffen damit eine Situation, in der andere Akteure ihre Preise nach oben setzen. Das schafft einen künstlichen Vorwand für die Ankurbelung der Inflation“, sagte der Verbandschef.

Michail Orda betonte, dass es heute an der Zeit sei, die Regeln nicht nur zu verschärfen, sondern dieses Problem ernsthaft anzugehen. „Unser Vorschlag wäre: Klare Spielregeln bei Preisbildung für alle. Jeder Preis sollte klar nachvollziehbar sein. Diejenigen, die sich nicht an die allgemeinen Regeln halten wollen, sollten vom Markt verschwinden. Auf dem Markt muss es eine klare, verständliche Disziplin für alle geben. Diejenigen, die sich im Geschäftsleben redlich verhalten, werden bleiben. Und diejenigen, die den Markt ausdehnen und in der Tat im Schattengeschäft arbeiten, werden einfach verschwinden“, ist er überzeugt.

„Was Orda vorgeschlagen hat, sieht nach einer extrem unrealistischen, nicht marktkonformen Option aus. Aber heute ist das ein absolut richtiger Vorschlag. Früher hatten die Leute Angst: Ach, wenn wir das tun, wird der Markt einen oder anderen Akteur verlieren. Deshalb lautete meine Anweisung, dass der einheimische Handel 30% des Marktes einnehmen sollte. Ich wurde in die Ecke gedrängt: „Lasst uns den gesamten Handel in die privaten Hände geben!“ Eine unrealistische, nicht marktkonforme Option. Warum zittern wir heute? Orda hat Recht: Wer die festgelegten Regeln nicht erfüllt, verschwindet vom Markt“, betonte Alexander Lukaschenko. „Ich habe das vor 25 Jahren verstanden. Es stellte sich heraus, dass ich Recht hatte. Vor wem haben wir Angst? Wir können die Kontrolle über absolut jeden Prozess übernehmen, wenn der Wille da ist“.

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