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21 Juli 2022, 23:25

Lukaschenko kommentiert im Interview mit AFP Abhängigkeit der EU von russischen Energieressourcen

Foto: TASS
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MINSK, 21. Juli (BelTA) – In einem Interview mit der Agence France Presse hat sich der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko über die Abhängigkeit der EU-Mitgliedsstaaten von russischen Energieressourcen geäußert.

Der Staatschef wies darauf hin, dass die Abhängigkeit der EU von den russischen Gas- und Ölimporten deutlich wurde, nachdem die Europäische Union Sanktionen gegen Russland verhängt hatte. „Sie sind doch eine etablierte Demokratie. Staaten, die nicht zerstückelt wurden und ihre Grenzen bewahrt haben… Und plötzlich so abhängig. Was ist mit Ihrer Inflation los? Warum schreien Sie immer, dass Sie nicht genug Erdgas, Erdöl haben?“, fragte Lukaschenko.

„In einer solchen Situation ist es vollkommen fehl am Platz, Belarus vorzuwerfen, unser Land sei von russischen Finanzen oder Energielieferungen abhängig“, sagte der Präsident. „Wir sind eine junge Nation. Vor nicht allzu langer Zeit waren wir Teil eines großen Staates. In der Sowjetunion hat Belarus seine Wirtschaftsstruktur gebildet. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion hat unser Land seine Wirtschaft beibehalten. Wir haben es entwickelt und verbessert“, erklärte Alexander Lukaschenko.

Er erinnerte daran, dass der russische Markt für Belarus immer an erster Stelle war und bleiben wird. „In den letzten Jahren haben wir im Außenhandel ein Gleichgewicht zwischen der Europäischen Union und Russland erreicht.“

Was die Energieressourcen betrifft, so ist ihre Lieferung aus Russland wirtschaftlich gerechtfertigt. „Wir haben schon immer Öl und Gas aus Russland erhalten. Es gab keine anderen Quellen. Wir haben andere Quellen ausprobiert, aber sie haben sich als sehr teuer erwiesen, doppelt so teuer“, sagte der Präsident. Er betonte, dass radikale Veränderungen in der Volkswirtschaft erhebliche Mittel erfordern: „Man braucht Milliarden von Euro, um die gesamte Wirtschaft zu verändern. Wir hatten dieses Geld früher nicht, heute nicht und werden es wahrscheinlich auch künftig nicht haben. Aber ob wir das brauchen? Wir haben eine gute Wirtschaft.“

Seiner Meinung nach ist die belarussische Wirtschaft strukturell so geschaffen die die deutsche Wirtschaft: Belarus hat eine gut entwickelte Maschinenbau- und Verarbeitungsindustrie.

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