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Präsident
11 November 2022, 15:56

Lukaschenko nennt vier Bremsfaktoren für Bodenmelioration

KREIS TOLOTSCHIN, 11. November (BelTA) – Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat in der heutigen Plenarsitzung zur Wiederherstellung und Nutzung meliorierter Böden auf vier Hauptprobleme bei der Umsetzung entsprechender Maßnahmen hingewiesen.

„Wie das Komitee für Staatskontrolle informiert, gibt es von Jahr zu Jahr dieselben Probleme und Mängel, aber auch viele Fakten von Misswirtschaft. Ich werde die wichtigsten davon nennen“, sagte Alexander Lukaschenko.

Der Staatschef stellte zunächst fest, dass in 20 Landeskreisen, wo die Meliorationsarbaiten notwendig waren, alle dafür zuständigen Organisationen abgeschafft wurden.

„Das führte zu einer starken Abwanderung von Arbeitskräften. Innerhalb von sechs Jahren verringerte sich die Zahl der Beschäftigten um 3.500 Personen oder um fast 30%. Ohne Fachkräfte werden wir nichts tun können“, bemerkte der Präsident.

Die Inspektion ergab, dass die Meliorationsunternehmen in den Kreisen Nowogrudok, Slonim und Smorgon sechs Monate lang keine Technik einsetzen konnten, weil es keine Mechaniker gab. „Wie konnten sie das zulassen?“, fragte der Staatschef empört.

Zweitens liegt nach Angaben des Staatschefs der Abnutzungsgrad der Meliorationstechnik weit über dem Grenzwert. Es gibt Fälle, wo die Ausfallzeit für Maschinen oder Anlagen wegen Reparatur anderthalb Jahre beträgt. „Es ist unglaublich. Besonders problematisch ist die Situation in den Gebieten Witebsk und Mogiljow“, erklärte er.

„Drittens ist die Qualität der Arbeit in den letzten Jahren stark zurückgegangen, was angesichts eines mangelnden Arbeitseifers nicht verwunderlich ist“, sagte Alexander Lukaschenko.

In allen Regionen des Landes entstehe eine unansehnliche Situation. Dabei seien alle zuständigen Stellen sicherlich in der Lage, die Arbeit auf hohem Qualitätsniveau zu leisten. „Also tun Sie das! Menschen mobilisieren! Eiserne Disziplin und Ordnung schaffen! Sonst wird sich nichts von der Stelle rühren“, sagte das Staatsoberhaupt. „Das ist eine Schande. Den Höhepunkt aber bildet eine sehr schlechte Nutzung aller meliorierten Böden nach ihrer Wiedergewinnung.“

In zwei Landwirtschaften im Kreis Postawy seien 60 ha Land zugewachsen. Nach einer durchgeführten Melioration liegten 30 ha Land im Kreis Kritschew, 25 ha im Kreis Klimowitschi uns 6 ha Land bei Nowogrudok brach.

„Das sind nur einige wenige Beispiele. Wie viele sind es landesweit? Dabei wurden viele Territorien vorrangig in Ordnung gebracht. Und nun liegen sie ungenutzt. Jemand sollte dafür Verantwortung tragen“, betonte Alexander Lukaschenko.

Der Staatschef machte noch auf eine Tatsache aufmerksam: „Viertens gibt es Fälle von Falschberichterstattungen. Nach Angaben des Komitees für Staatskontrolle haben die Unternehmen im Kreis Ostrowez Br36,5 Tsd., im Kreis Kobrin Br22 Tsd. und im Kreis Oktjabrski fast Br25 Tsd. durch falsche Angaben „erwirtschaftet.“

„Eine detailliertere Inspektion wird bestimmt noch mehr Verluste ans Licht bringen. Eine solche Gesetzlosigkeit ist inakzeptabel. Es ist schlimm genug, wenn Pläne nicht erfüllt und die Böden nicht genutzt werden. Aber wer mit falschen Berichten eigene Misswirtschaft zu vertuschen versucht… Wer seine Arbeit nicht mehr gewissenhaft erfüllt und sich aufs hohe Ross gesetzt hat, wer nicht versteht, unter welch schwierigen Bedingungen wir heute auszuharren versuchen, der soll wissen: Ich habe genug Macht, um die betreffenden Leute zur Vernunft zu bringen“, warnte der Präsident. „Wir müssen entscheiden, wie wir das Arbeitsvolumen erhöhen, Finanzierungsquellen finden und die technische Umrüstung spezialisierter Unternehmen sicherstellen können. Außerdem soll die Verantwortung für geleistete und nicht geleistete Arbeiten verschärft werden.“

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