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28 Januar 2024, 14:30

Lukaschenko nimmt an Inbetriebnahme der neuen Wostok-Überwinterungsanlage in Antarktis teil 

SANKT PETERSBURG, 28. Januar (BelTA) - Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko und sein russischer Amtskollege, Präsident Wladimir Putin, nehmen heute an der feierlichen Inbetriebnahme einer neuen Überwinterungsanlage teil, die auf der Wostok-Polarstation in der Antarktis eröffnet wurde.

Zur Zeit sind alle Arbeiten am Überwinterungskomplex abgeschlossen. „Wostok“ ist eine ganzjährig betriebene innerkontinentale antarktische Forschungsstation Russlands, die sich im zentralen Teil der Antarktis befindet. Laut TASS betreibt die Station Klimaforschungen und Forschungen zum Magnetfeld der Erde, führt meteorologische, geophysikalische und glaziologische Beobachtungen durch, untersucht die Eigenschaften von Materialien bei niedrigen Temperaturen und anderes.

Die neue Überwinterungsanlage wurde in der Versuchsfabrik für Baukonstruktionen in Gatschina (Gebiet Leningrad) errichtet. Sie umfasst zwei Dienst- und Wohnräume, ein Gebäude mit vier 200kW Dieselgeneratoren sowie ein Wasseraufbereitungs- und -speichersystem, ein Lager und eine Garage. Jede Einheit ist in der Lage, eigenständig zu arbeiten.

Belarus führt seit Jahren sein eigenes Antarktisprogramm durch. Mit der Unterstützung des Staatsoberhauptes hat das Land 2006 seinen Weg zur Erschließung der Antarktis begonnen. Die Ergebnisse der Forschung in der Polarregion sind nicht nur aus fundamentaler, sondern auch aus praktischer Sicht wichtig. Die in der Antarktis ablaufenden geophysikalischen Prozesse bestimmen das Klima des Planeten und die Erhaltung der Artenvielfalt. Dies ist der Grund für die Aktivitäten der hochtechnisierten Industrieländer in dieser Region.


Die belarussische Forschungsstation in der Ostantarktis befindet sich seit 2015 im Bau. Im Jahr 2021 wurde die erste Bauphase abgeschlossen, und bis 2026 ist geplant, die zweite Bauphase fertigzustellen. Die Zusammensetzung und die technischen Merkmale der Einheiten (Modelle) der Station ermöglichen es, sichere Arbeitsbedingungen für Polarforscher mit einer Gesamtzahl von bis zu 15 Personen zu gewährleisten.

Im Rahmen der staatlichen Programme zur Antarktisforschung wurden von 2007 bis 2023 15 belarussische saisonale Antarktisexpeditionen organisiert, an denen mehr als 80 belarussische und 6 ausländische Wissenschaftler und Spezialisten teilnahmen.

Die 16. belarussische Antarktisexpedition unter der Leitung des erfahrenen Polarforschers und Teilnehmers aller bisherigen 15 Expeditionen Alexej Gaidaschow wurde am 30. Oktober 2023 in der Nationalen Akademie der Wissenschaften von Belarus feierlich gestartet. In der ersten Januardekade 2024 wurde eine Luftfrachtoperation durchgeführt, um die Stückgüter und das Personal der belarussischen Antarktisexpedition zur Basis „Gora Wetschernjaja“ zu bringen. Sie befindet sich an der Küste des Kosmonautenmeeres, nicht weit von der russischen Station Molodjoschnaja entfernt.


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