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Präsident
20 Januar 2017, 13:17

Lukaschenko über Abschaffung der Visumspflicht: Kein Risiko für Belarus und seine Verbündeten

MINSK, 20. Januar (BelTA) – Mit der Einführung eines visafreien 5-tägigen Aufenthalts für Bürger aus 80 Staaten entstehen sowohl für Belarus als auch für seine Nachbarstaaten überhaupt keine Risiken. Das erklärte Präsident Alexander Lukaschenko heute vor Journalisten.

„Wir haben für die Ausarbeitung dieser Regelung anderthalb Jahre gebraucht. Das Dokument wurde von allen staatlichen Behörden aufs genaueste geprüft, vor allem im Hinblick auf mögliche Risiken für Belarus und seine Verbündeten und Nachbarländer“, sagte der Staatschef.

Alexander Lukaschenko kommentierte die zahlreichen Äußerungen diesem Thema, die in der letzten Zeit in den Medien aufgetaucht sind. „Man greift sich einfach an den Kopf, was manche Kommentatoren dazu schreiben. Entweder verstehen diese Schreiber den Sinn der Regelung nicht oder sie heizen absichtlich die Atmosphäre an. Ich glaube eher an die zweite These. Dass wir die Visumspflicht abschaffen, bedeutet aber nicht, dass wir automatisch Grenz- und Zollkontrollen abschaffen. Jeder, der nach Belarus über den Nationalflughafen Minsk einreist, wird von Grenzbeamten kontrolliert. Die übliche Passkontrolle bleibt erhalten. Die Identität des Reisenden wird elektronisch überprüft. Ist alles in Ordnung, darf der Mensch für 5 Tage nach Belarus einreisen. Im Zweifelsfall wird die Person nicht reingelassen.“

„Das ganze Geheul und Gejammer seitens einiger Nachbarstaaten ist ein Versuch bestimmter politischer Kreise, ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen. Belarus hat mit der Abschaffung der Visumspflicht kein Gesetz verletzt. Das ist unser souveränes Recht. Wir haben keinen einzigen Punkt unserer Vereinbarungen mit anderen Staaten verletzt“, bemerkte der Staatschef.

„Wir halten uns an alle Vereinbarungen fest. Wenn Russland irgendwelche Bedenken hat, was die Grenzkontrollen betrifft, so muss ich sagen: Unsere Grenztruppen üben ihren Dienst auf dem höchsten Niveau aus. Russischer Grenzdienst ist davon noch meilenweit entfernt“, fügte er hinzu.

Alexander Lukaschenko hat Russland aufgerufen, auf dieses Problem gelassen zu reagieren. Das Dokument sei anderthalb Jahre lang erarbeitet und mit allen Nachbarn, auch mit Russland, abgestimmt worden.

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