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Präsident
26 Juli 2022, 13:00

Lukaschenko über Bodenfruchtbarkeit: Frage Nummer eins

MINSK, 26. Juli (BelTA) – Die Bodenfruchtbarkeit ist für den Staat die Frage Nummer eins. Das sagte Präsident Alexander Lukaschenko heute auf der Schaltkonferenz zur Erntekampagne 2022.

Der Staatschef nahm den Bericht des Generaldirektors des Forschungszentrums für Ackerbau Fjodor Priwalow über die aktuelle Erntekampagne und die Lage im Agrarsektor entgegen.

Der Wissenschaftler wies auf die Notwendigkeit einer aktiveren Kalkung von Böden hin, denn das wirkt sich auf den Ernteertrag und die Qualität der Kulturen aus. In den letzten Jahren ist der Umfang dieser Arbeiten tendenziell zurückgegangen. Alexander Lukaschenko wies den Vizepremier Leonid Sajzew darauf hin. „Melioration und Kalkung von Böden sind unser täglich Brot, das ist die Aufgabe von staatlicher Bedeutung. Nicht nur der Kauf von Traktoren für LPGs und staatliche Betriebe und so weiter. Die Bodenfruchtbarkeit ist die Frage Nummer eins“, betonte der Präsident.

Auf der Schaltkonferenz wurden praktische Aspekte der Rapsernte erörtert, um mögliche Verluste zu minimieren und hohe Erträge zu sichern.

Fjodor Priwalow schätzte die Situation auf den Feldern als gut ein. Er wies darauf hin, dass das Lagern der Getreide im Allgemeinen nicht kritisch ist und dass die Mähdrescher in den meisten Fällen in der Lage sind, es auch ohne Stängelheber zu ernten. Regelmäßige Regenfälle verlangsamen die Ernte in gewissem Maße, sie sind aber für andere Kulturen wie Zuckerrüben, Mais und Kartoffeln in dieser Zeit wichtig.

Ein weiteres wichtiges Thema, das der Staatschef unbedingt behandeln wollte, ist die Bereitstellung von Eiweißfuttermitteln für die Viehzucht, die Selektionsarbeit in diesem Bereich, die Beschaffung von ausreichend eigenem Saatgut und der Anbau geeigneter Pflanzen.

Fjodor Priwalow wies auf die Vorteile der Sojabohne hin, die in Belarus versuchsweise angebaut wird. Es handelt sich jedoch um eine südliche Kultur, die an kürzere Tageslichtstunden gewöhnt ist. In Belarus ist der Anbau traditioneller Kulturpflanzen wie Erbsen und Lupinen sinnvoll. Aber auch die heimischen Züchter lassen die Sojabohne nicht außer Acht.

Der Staatschef stellte vor den Agrariern die Aufgabe, die Eiweißversorgung aus eigenen Mitteln zu gewährleisten. „Der Staat gibt Millionen USD aus, um Eiweißpflanzen einzuführen. Diese könnte man auch in Belarus produzieren“, bemerkte der Staatschef.

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