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20 März 2026, 12:14

Lukaschenko über Hauptansätze bei Durchführung von IVF

MINSK, 20. März (BelTA) - Die wichtigsten Kriterien bei der Durchführung von staatlich finanzierten IVF-Behandlungen sollen liberale Ansätze für Frauen sowie der Einsatz moderner Technologien sein. Das erklärte der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko bei der Entgegennahme des Berichts „Über die Durchführung der In-vitro-Fertilisation“.
Zum Treffen wurden die stellvertretende Premierministerin Natalja Petkewitsch, der erste stellvertretende Leiter der Präsidialverwaltung Wladimir Perzow, Gesundheitsminister Alexander Chodschajew sowie Arbeits- und Sozialminister Andrej Lobowitsch eingeladen. 
In Belarus existiert bereits ein Programm, nach dem den Frauen ein staatlich finanzierter IVF-Versuch angeboten wird. Dank dieser Maßnahme erblickten in den vergangenen vier Jahren 2528 Babys das Licht der Welt. Wie dem Präsidenten berichtet wurde, gewinnt dieses Verfahren zunehmend an Bedeutung.

„Im Kern ist die IVF eine von mehreren Maßnahmen zur Verbesserung der demografischen Lage. Doch das ist nicht das Entscheidende. Hauptsache, die Frauen WOLLEN ein Kind haben – Gott sei Dank“, so Alexander Lukaschenko.

Er erinnerte daran, was Gesundheitsminister Chodschajew bereits im Oktober 2025 zu diesem Thema berichtet hatte. „Damals wurde beschlossen, diese Frage maximal liberal und im Sinne der Betroffenen anzugehen. Ohne bürokratische Schikanen, ohne Moralpredigt“, bemerkte das Staatsoberhaupt.

Wie bereits berichtet, besteht das Programm für einen kostenlosen IVF-Versuch in Belarus seit dem 1. Januar 2021. Es richtet sich an Ehepaare mit medizinischer Indikation, ohne Vorliegen von Kontraindikationen und mit einem Alter der Ehefrau von unter 40 Jahren.
In der letzten Zeit wurde viel darüber diskutiert, ob man künftig auch einen zweiten kostenlosen IVF-Versuch einführen kann. Die Fachärzte behaupten, dass es hierfür Bedarf gibt, denn in Belarus führt bereits der erste Versuch in etwa 40 Prozent der Fälle zu einer Schwangerschaft. Das ist einer der höchsten Werte in Europa. In den übrigen 60 Prozent der Fälle wäre das Interesse an einem zweiten Versuch entsprechend groß.
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