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12 Dezember 2022, 15:14

Lukaschenko über Rückzug von Auslandsunternehmen: „Sagt tschüss und Gott sei Dank“

MINSK, 12. Dezember (BelTA) – Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat heute eine Anweisung bezüglich der von den ausländischen Investoren aufgegebenen Betriebe erteilt. In der heutigen Besprechung genehmigte der Staatschef die Ernennung mehrerer Leiter regionaler Exekutivkomitees.

Alexander Lukaschenko hat dabei ein aktuelles Problem angesprochen: „Es gibt Auslandsinvestoren, die hier in Belarus eigene Produktionsunternehmen gegründet oder bereits existierende Betriebe privatisiert, dann aber aufgegeben haben und aus Belarus zurückgezogen sind. Man sollte solchen Investoren tschüss sagen und dem Gott dafür danken, dass wir jetzt über diese Geschäftsimmobilien verfügen. Die Geschäfte laufen doch. Im Fall „McDonalds“ sind die Investoren weg, der Betrieb beschäftigt aber weiter unsere Spezialisten und ist im Gastronomiebereich wie früher tätig. Mit einem Unterschied – jetzt ist das unser Betrieb. Wer aus Belarus zurückzieht, sollte das ruhig tun. Ich habe bereits gesagt, dass unsere Spezialisten und Köche über das notwendige Wissen und Können verfügen, um ein Brötchen mit Fleisch und Salatblättern zu füllen. Menschen sind da, Technologien sind da. Niemandem, der weggeht, soll erlaubt werden, Technologien mitzunehmen. Dafür werde ich die Zuständigen zur Verantwortung ziehen lassen.“

Dmitri Schabetnikow, der neuernannte Vorsitzende des Kreisexekutivkomitees Swetlogorsk, sagte, der regionale Schweißelektrodenhersteller habe seine Arbeit unterbrochen, weil der ukrainische Investor aus Belarus zurückgezogen sei. Der Betrieb kann die Arbeit bereits begonnen, die Suche nach einem neuen Eigentümer dauert an.

Darauf erwiderte der Staatschef scharf: „Wir haben dieses Problem doch längst abgesprochen. Ist einmal der Investor oder Eigentümer weg, gehört der Betrieb uns.“

„Gehen die ukrainischen, polnischen oder finnischen Eigentümer weg, so bleiben doch die Mitarbeiter und die Technologien hier. Die Produktion wird doch nicht eingestellt. Ich habe alle in der Regierung darauf eingestellt: Ist der Investor weg, sagt ihm tschüss und dankt Gott für den Betrieb. Sie wollen uns nicht kennen, wir wollen sie nicht kennen. Worauf warten wir noch? Wie lange soll die Regierung dieses Problem erörtern – ein Jahr oder länger?“, fragte der Staatschef.

Ähnlich verhält es sich mit IKEA. „IKEA ist zurückgezogen. Und Tschüss! Diese Hocker und Stühle können wir doch selbst bauen. Haben wir etwa keine Technologien und Menschen, um Teile für Küchen, Betten und Möbel herzustellen? Doch. Alles ist vorhanden. Der Besitzer ist gegangen, na gut, was soll´s? Es gibt eine ordentliche Nachfrage auf dem Markt; wir können diese Teile in Russland, hier in Belarus verkaufen“ sagte der Staatschef.

Der Rückzug von Investoren sei „politisch“, ist sich der Staatschef sicher. „Wir werden keinem nachweinen. Aber sollte irgendjemand zurück wollen, ist es fraglich, ob wir wieder Ja sagen.“

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