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Präsident
07 Oktober 2021, 13:39

Lukaschenko über Sanktionen: Situation nicht dramatisieren

MINSK, 7. Oktober (BelTA) – Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko ruft auf, die Situation mit westlichen Sanktionen nicht zu dramatisieren. Das sagte er in der heutigen Besprechung zur Bekämpfung von Sanktionen in Minsk.

Gegen Belarus werde ein hybrider Krieg geführt, stellte Lukaschenko fest. Die wirtschaftlichen Sanktionen seien ihr Bestandteil. „Wir haben nicht nur zeitnah und koordiniert auf alle Herausforderungen zu reagieren, sondern auch präventiv zu handeln. Wir müssen nach Auswegen aus der aktuellen Situation suchen. Belarus ist eine offene Wirtschaft, die zu 60 Prozent exportorientiert und an Außenmärkte gebunden ist“, sagte Alexander Lukaschenko.

Der Staatschef erwähnte in diesem Zusammenhang sein heutiges Treffen mit dem Sonderbotschafter des venezolanischen Präsidenten Adan Chavez: „Wir waren uns darin einig, dass unsere Staaten ihr früheres Kooperationsniveau wiederherstellen und übertreffen sollten.“

Lukaschenko kommentierte auch die westlichen Sanktionen gegen Belarus: „Ich würde die Lage nicht zu sehr dramatisieren. Auch die Regierung macht daraus kein Theater. Mir gefällt der Wille, mit dem unsere Regierung gegen die Sanktionen vorgeht. Wenn es irgendwelche Probleme gibt, müssen wir sie lösen. Wir sehen uns nicht zum ersten Mal allerlei Sanktionen ausgesetzt. Staaten, die uns mit diesen Sanktionen einschüchtern wollen, werden in wirtschaftlicher Hinsicht letztendlich selbst darunter zu leiden haben. Das haben baltische Staaten, Polen und die Ukraine bereits am eigenen Leib gespürt. Wir unterhalten Kontakte mit vielen Vertretern aus diesen Staaten, und sie bestätigen unisono, was ich eben gesagt habe. Und nicht nur sie bestätigen das.“

„Es wäre ja Wahnsinn, ein Land mitten in Europa von den anderen Staaten zu verschließen. Belarus liegt nicht irgendwo in der Ecke, sondern an der Kreuzung vieler Wege in Europa“, sagte Lukaschenko. Er fügte hinzu, Belarus sei immer ein treuer und zuverlässiger Handelspartner gewesen.

Die aktuelle Situation sei für Belarus eine Herausforderung, eine Art Austritt aus der Wohlfühlzone, sagte Lukaschenko. „Gleichzeitig haben wir eine Chance bekommen, nach neuen Möglichkeiten zu greifen, uns zu mobilisieren und trotz eines enormen Drucks die gesetzten Ziele zu erreichen.“ Russland habe unter Sanktionen in vielen Bereichen einen Riesenschritt nach vorne getan, führte Alexander Lukaschenko ein Beispiel an.

Eine weitere Aufgabe besteht darin, die sich abgezeichnete wirtschaftliche Dynamik bis zum Jahresende aufrechtzuerhalten. „Produktionsvolumen, Exporte, Bevölkerungseinkommen – in den 8 Monaten dieses Jahres liegen die Zahlen über den prognostizierten Werten. Bleiben sie erhalten. Wird das ein Riesenerfolg sein“, sagte der Staatschef.

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