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Präsident
14 August 2020, 19:56

Lukaschenko über Straßenunruhen: Nur Ruhe bewahren und die Situation in Ordnung bringen

MINSK, 14. August (BelTA) – Präsident Alexander Lukaschenko hat heute eine Sondersitzung des Sicherheitsrates einberufen.

„Zum wiederholten Mal kommen wir auf die aktuelle Situation in Minsk zu sprechen. Die Lage ist weder katastrophal noch zu sehr angespannt. Problemfragen gibt es genug, sie wollen gelöst werden. Wir sehen heute ganz klar, was passiert. Wir kennen die Akteure dieser Aktionen. Wir wissen, dass die Strippenzieher und Organisatoren dieser Proteste im Ausland sind. In den ersten Reihen marschieren Ex-Kriminelle und unsere bereits groß gewordene Kinder“, sagte der Staatschef.

Der Staatschef gab zu, er könne heute gegen niemanden einen Anspruch erheben. Denn die Situation sei nicht eindeutig. Er bat den Innenminister und andere zuständige Personen darum, ihren Soldaten und Sicherheitsleuten einen klaren Befehl zu geben, gefallene oder auf dem Boden liegende Menschen nicht zu verprügeln.

Der Staatschef sagte, dass man bei den Protesten auch auf die Sicherheitsleute „von hinten“ losgegangen war. Manche OMON-Poliziszen seien mit schweren Verletzungen davon gekommen, mit gebrochenem Rückgrat und Beinen usw. Insgesamt seien fast 50 Sicherheitsleute verletzt worden.

Weder die Polizei noch die Sicherheitseinheiten noch die Innentruppen hätten es nach Meinung des Präsidenten nötig, auf ihre Mitbürger einzuschlagen. „Aber wenn man mit Messern und scharfen Stäben gegen die Straßenpolizei vorgeht… und das mit Absicht. Wir wissen doch sehr gut, wer das alles anrichtet“, sagte der Präsident.

Alexander Lukaschenko wandte sich an die Eltern mit der Bitte, auf ihre halbwüchsigen Kinder besser aufzupassen. Mit 16 oder 17 Jahren sei man schwer erziehbar, bemerkte er. Darum solle man die Kinder irgendwie beschäftigen, anstatt hinterher bittere Tränen zu weinen.

An die Belarussen gewandt sagte der Staatschef: „Ich bitte Euch: Geht nicht auf die Straßen. Begreift doch, dass man euch und unsere Kinder als Kanonenfutter benutzt. Heute ist man aus Polen, den Niederlanden, der Ukraine und Russland nach Belarus angereist. Man sah auch Anhänger von Nawalny usw. Gegen Belarus wird sehr aggressiv vorgegangen“, sagte der Präsident.

Sagt mir, wie soll ich in dieser Situation als Militärmann handeln? Was soll ich in dieser Situation tun? Soll ich etwa solange sitzen und warten, bis man Minsk auf den Kopf stellt? Wir werden in diesem Fall die Lage nie stabilisieren. Deshalb muss man innehalten, den kühlen Kopf bewahren und sich beruhigen. Und lasst uns für Ordnung sorgen und mit jenen fertig werden, die nach Belarus gekommen sind“, resümierte der Staatschef.

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